Last Updated on 13. Oktober 2025 by Südamerika Reiseportal
Mitten in der rauen Landschaft Patagoniens liegt eines der ältesten Kunstwerke der Menschheit: die Cueva de las Manos („Höhle der Hände“).
Tief in der Schlucht des Río Pinturas gelegen, begeistert sie mit hunderten von Handabdrücken, Jagdszenen und Symbolen, die vor über 9.000 Jahren entstanden sind.
Die Höhle zählt seit 1999 zum UNESCO-Weltkulturerbe und bietet einen faszinierenden Einblick in die früheste Geschichte Südamerikas.
- Wo liegt die Cueva de las Manos und wer entdeckte sie?
- Wie alt sind die Felsmalereien und womit wurden sie geschaffen?
- Was zeigen die Cueva de las Manos?
- Welche Bedeutung haben die Felsmalereien?
- Wie kann man die Cueva de las Manos besuchen?
- Häufige Fragen zur Cueva de las Manos
- Reiselust geweckt ?Entdecke Argentinien mit uns:
- Argentinien – Chile: Traumziel Kap Hoorn
- Familienerlebnis: Patagonien und die großen Wasserfälle

Wo liegt die Cueva de las Manos und wer entdeckte sie?
Die Höhle befindet sich im Südwesten Argentiniens, im Norden der Provinz Santa Cruz, rund 155 Kilometer südlich von Perito Moreno.
Die Kleinstadt ist heute der Ausgangspunkt für geführte Touren in das abgelegene Tal des Río Pinturas. Der tiefe Canyon des Río Pinturas mit seinen steilen Felswänden und grünen Vegetationsstreifen bildet die beeindruckende Kulisse auf dem Weg zur Cueva de las Manos.
Im Jahr 1941 wurde die Höhle entdeckt und erstmals fotografiert. Mit dieser Entdeckung wurden einige der ältesten und spektakulärsten Felsmalereien der Welt der Forschung zugänglich gemacht.

Wie alt sind die Felsmalereien und womit wurden sie geschaffen?
Die Kunstwerke entstanden zwischen 7.000 und 1.000 v. Chr. und zählen zu den ältesten Zeugnissen menschlicher Kultur in Südamerika.
Die Farben wurden aus Gips, Eisen und mineralischen Pigmenten gewonnen, die mit organischen Stoffen wie Fett oder Pflanzenextrakten vermischt wurden.
So entstand eine haltbare Farbe, die auch Jahrtausende später noch sichtbar ist.
Was zeigen die Cueva de las Manos?
Die Motive werden in drei Stilgruppen (A, B und C) unterteilt:
Gruppe A – Die Jagdszenen
Darstellungen von Menschen und Guanakos, den typischen Wildtieren Patagoniens.
Die Malereien sind detailreich und kunstvoll ausgeführt. Verwendet wurden Farben von Schwarz und Violett bis zu Ockergelb und Hellrot.
Gruppe B – Symbole und Formen
Neben Mensch- und Tierdarstellungen finden sich geometrische Muster wie Kreise, Spiralen, Rechtecke und Punktreihen.
Sie sind schlichter gehalten und meist in dunklen Farbtönen ausgeführt.
Gruppe C – Die Handnegative
Die wohl bekanntesten Darstellungen der Höhle: über 800 Handabdrücke, meist der linken Hand (nur 31 rechte).
Die Farbe wurde aufgesprüht – wahrscheinlich durch ein Rohr oder direkt mit dem Mund.
Diese Technik ist weltweit einzigartig und gab der Höhle ihren Namen.
Welche Bedeutung haben die Felsmalereien?
Die genaue Bedeutung bleibt bis heute ein Rätsel.
Forscher vermuten, dass die Malereien rituellen oder symbolischen Zwecken dienten und in Verbindung mit mehreren Völkerwanderungen entstanden.
Klar ist: Sie zeigen eindrucksvoll, wie früh Menschen bereits künstlerische Ausdrucksformen entwickelten und ihre Lebenswelt dokumentierten.
Zu den weiteren UNESCO-Welterbestätten Argentiniens zählen die Iguazú-Wasserfälle im subtropischen Norden und der Talampaya-Nationalpark im Westen des Landes – beide erzählen auf ihre Weise faszinierende Geschichten der Natur und Menschheitsentwicklung.
Wie kann man die Cueva de las Manos besuchen?
Die Höhle ist nur im Rahmen geführter Touren zugänglich, um das empfindliche UNESCO-Weltkulturerbe zu schützen.
Ausgangspunkt ist Perito Moreno, von wo aus Besucher die Stätte mit dem Auto oder zu Fuß über eine malerische Route durch die patagonische Steppe erreichen können.
Die beste Reisezeit ist November bis März, wenn die Straßenverhältnisse stabil und die Temperaturen angenehm sind.
“Cueva de las Manos“ besuchen Sie u.a. auf folgender Reise: Die wahre Ruta 40 in Patagonien

Häufige Fragen zur Cueva de las Manos
Wie alt sind die Malereien?
Sie entstanden zwischen 7.000 und 1.000 v. Chr. – also vor bis zu 9.000 Jahren.
Wie viele Handabdrücke gibt es in der Höhle?
Über 800, davon nur 31 rechte Hände.
Warum sind es meist linke Hände?
Weil die rechte Hand zum Aufsprühen der Farbe verwendet wurde.
Wie gelangt man zur Cueva de las Manos?
Über die Kleinstadt Perito Moreno in der Provinz Santa Cruz – von dort starten geführte Touren oder Wanderungen.
Wann ist die beste Reisezeit?
Zwischen November und März, wenn das Wetter stabil und trocken ist.
Reiselust geweckt ?Entdecke Argentinien mit uns:
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