Last Updated on 7. Juli 2021 by Südamerika Reiseportal

Cabo Polonio liegt im Bezirk Rocha im Nordosten Uruguays, an der Spitze einer sichelförmigen Halbinsel, die in den Atlantik ragt. Es wird auch das wilde Kap von Uruguay genannt. Die dem Ozean zugewandte Seite bietet sich durch die Wellen zum Surfen an, wogegen die Innenseite mit ihren geschützten Sandstränden einen beliebten Platz zum Baden bietet. Durch die Stille seiner Strände, die bis zu 50 Meter hohe Wanderdünen und der bunt bemalten Holzhäuser ist Cabo Polonio ein vielbesuchtes Badeziel für diejenigen die Erholung suchen. Vor allem Einheimische nehmen sich hier gerne ein Wochenende “Auszeit vom Alltag”.
Keine Autos, Wasser und Strom
Die Dünenstadt Cabo Polonio ist nur mit extra dafür vorhandenen Geländewagen, zu Fuß oder zu Pferd erreichbar. Private Autos müssen einige Kilometer vor der wunderbaren Umgebung abgestellt werden, um die Natur intakt zu halten. In Cabo Polonio findet man Gegensätze: Der Ort selbst ist nur schwer zugänglich, die Landschaft dafür bezaubernd. Eine weiteres Alleinstellungsmerkmal des Ortes ist, dass es überwiegend keinen Strom sowie kein fließendes Wasser gibt. So erleuchten den Ort am Abend Kerzen und Lampen und vermitteln einen besonderen Charme.
Die größte Seelöwen Kolonie der Welt
Ein großer Teil der Halbinsel ist ein Nationalpark. Hier liegen riesige Sanddünen, die bis zu 50 Meter hoch sind und zu den größten Südamerikas zählen, die zum Wandern einladen. Den Küsten vorgelagert sind fünf Inseln mit einer der größten Seelöwen-Kolonien der Welt. Die Seelöwen können auf dem Felsen hinter dem Leuchtturm aus nächster Nähe beobachtet werden. Ebenso kann man hier Delfine sowie im September und Oktober Wale besichtigen.
Ein Leuchtturm und ein Album
Der Ort, an dem nur wenige Fischer, Handwerker und die Betreiber des Leuchtturms das ganze Jahr leben, ist neben seinen Wanderdünen auch für seinen Leuchtturm bekannt. Durch die zahlreichen Unterwasserfelsen und Inseln ist er eine wichtige Orientierungshilfe für die Schifffahrt. Der Sänger Jorge Drexler verfasste im Jahr 2006 das Album “12 Sekunden der Finsternis” (12 segundos de oscuridad), inspiriert durch die Leuchtsignale, die der Leuchtturm alle 12 Sekunden sendet.
