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Die Ruinenstadt Teotihuacán

Last Updated on 21. März 2023 by Südamerika Reiseportal

Die Sonnenpyramide und die Strasse der Toten (© Neviana)
Die Sonnenpyramide und die Strasse der Toten (© Neviana Peneva)

Sie gilt als die größte und bedeutendste archäologische Stätte Mexikos, die geheimnisvolle Ruinenstadt von Teotihuacán – und das, obwohl man bisher erst ein Zehntel ihrer ursprünglichen Grundfläche freigelegt hat. Sie war einst die mächtigste Metropole Mittelamerikas, dennoch weiß man bis heute so gut wie nichts über die Menschen, die hier lebten. Unklar ist auch, warum deren Kultur im 8. Jahrhundert unterging, da schriftliche Zeugnisse nicht überliefert worden sind.Die Azteken, die im 14. Jahrhundert die Ruinen entdeckten, betrachteten den Ort als heilig. Teotihuacán, “Ort, wo Götter erschaffen wurden”, nannten die Azteken die Begräbnisstätte ihrer Könige in der Überzeugung, dass ein König nach seinem Tod zum Gott (Teotl) wird. Teotihuacán beeinflusste nicht nur alle nachfolgenden Kulturen, sondern schuf auch die Grundlage für die bis heute andauernde politisch-wirtschaftliche Vormachtstellung des zentralen mexikanischen Hochlandes.

Die zentrale Achse des bis heute ausgegrabenen Zeremonialbereichs ist eine zwei Kilometer lange und 40 Meter breite Promenade, die von den Azteken Miccaotli, “Straße der Toten” (spanisch Calzada de los Muertos), genannt wurde, weil sie die angrenzenden Bauwerke irrtümlich für Grabanlagen hielten. Den mächtigen Komplex der “Ciudadela” am Südende hat man als Wohn- und Kultstätte der herrschenden Priester identifiziert, die auch den Palast des Quetzalcóatl, den die Azteken als “gefiederte Schlange” bezeichneten, birgt.

Die Sonnenpyramide in der Frontalansicht (© Neviana)
Die Sonnenpyramide in der Frontalansicht (© Neviana Peneva)

Die Anlage des größten Einzelbauwerks, der Sonnenpyramide, orientiert sich am Lauf der Sonne: Am Tag der Sommersonnenwende geht die Sonne genau gegenüber der Frontseite unter. Die Straße der Toten kreuzt diese gedachte Linie exakt im rechten Winkel.  Nach Norden läuft die Straße der Toten auf die etwas kleinere, 46 Meter hohe Mondpyramide zu. Den vorgelagerten Platz der Pyramide säumen verschiedene kleine Tempel, wie der Tempel der Mythologischen Tiere oder der Jaguarpalast. Teotihuacán gehört seit 1987 zum Weltkulturerbe der UNESCO.

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