In der Reihe der Jetlag-Reiseführer im Wilhelm Heyne Verlag erschien schon 2007 das Buch “San Sombrèro – Karibik, Karneval und Kakerlaken” in der deutschen Ausgabe. Verfasst wurde es von den Autoren Santo Cilauro, Tom Gleisner und Rob Sitch. Als Inspiration für die kalten Tage und möglichen Zeitvertreib im Lockdown, stellen wir Euch den ungewöhnlichen Reiseführer vor. Gleichzeitig geben wir Euch mit der Lektüre über das selbsternannte “vergessene Juwel Mittelamerikas” eine lustige Leseempfehlung eines ironischen Reiseführers.
Isabel Allende ist eine Bestsellerautorin und Journalistin und wurde am 2. August 1942 in Lima in Peru geboren. Aufgewachsen ist sie aber hauptsächlich in Chile. Von ihren Werken, übersetzt in mehr als 35 verschiedene Sprachen, wurden mehr als 70 Millionen Exemplare verkauft. Allende ist die am meisten in spanischer Sprache gelesen Schriftstellerin der Welt.
Zur Zeit ihrer Geburt war der Vater von Isabel, Tomás Allende, Diplomat in Lima, deswegen lebte die Familie in Peru. Allerdings trennten sich die Eltern kurze Zeit später und die Mutter kehrte mit Isabel und ihren Geschistern nach Santiago de Chile zurück, wo sie vom Jahr 1946 bis 1953 lebten. Als sie elf Jahre alt war, heiratete ihre Mutter, Francisca Llona Barros, als zweiten Mann – auch Diplomat – Ramón Huidobro.
Zur Reisevorbereitung lesen die meisten Menschen mindestens einen Reiseführer. Um in das Reiseland „einzutauchen“ sind aber auch Reiseberichte und Romane eine tolle Alternative. Meistens viel leichter zu lesen, vermitteln sie eher die Atmosphäre des Landes, die Kultur und Besonderheiten.
In “Mein erfundenes Land” entführt uns Isabel Allende, 1942 geboren, in ihre Vergangenheit und nach Chile, in das langgestreckte Land am Rand der Welt, in dem sie aufwuchs und das sie unter Pinochets Militärdiktatur verlassen musste. Chile ist das Land ihrer Sehnsucht […]. Ihre früheste Erinnerung an Chile ist die an ein Haus, das sie nie gesehen hat: das “große Eckhaus”, in dem ihre Mutter geboren wurde und von dem ihr Großvater so oft erzählte, dass ihr ist, als hätte sie darin gelebt. Es spielt die Hauptrolle in ihrem Roman “Das Geisterhaus”. Und es begegnet uns wieder zu Beginn dieses Erinnerungsbuches, das uns mit leichter Hand mitten hineinführt in die Welt der großen Geschichtenerzählerin.
Ähnlichkeiten
Die unvergesslichen Gestalten aus Isabel Allendes erstem Roman kehren aus der Literatur ins Leben zurück. Denn die fiktive Sippe der Truebas »gleicht in alarmierender Weise der Familie meiner Mutter: Solche Figuren hätte ich nicht erfinden können. Was ja auch nicht nötig war, denn wer eine Familie wie die meine hat, der braucht keine Phantasie.« Doch wer ein Schicksal wie das ihre hat, dem wird das Heimweh zum vertrauten Begleiter, und so erzählt sie von ihrem Land, das sie liebt und vermisst, dem sie sich dennoch nie ganz zugehörig fühlen konnte, schon vor dem Militärputsch am 11. September 1973, der sie schließlich ins Exil trieb. Vor der Kulisse der grandiosen Landschaften am Ende der Welt erzählt sie vom Stolz, von der Großzügigkeit und Borniertheit ihrer Landsleute, von aufgeplusterten Machos und unermüdlichen Frauen – kurz, von dem, was ihr Heimatland für sie liebenswert und unerträglich macht, von seiner gewaltsamen Geschichte und auch davon, was es heißt, als eine waschechte Hispanic in den USA ein neues Zuhause zu finden. Ein Zuhause, das auf keiner Landkarte verzeichnet ist, denn: »Ich kann fast überall leben und schreiben. Jedes Buch trägt etwas bei zu diesem ›Ort in meinem Kopf‹, wie meine Enkel ihn nennen. In der langsamen Übung des Schreibens habe ich mit meinen Dämonen und Obsessionen gerungen, habe die Winkel der Erinnerung erforscht, Geschichten und Gestalten dem Vergessen entrissen, mir anderer Leute Leben gestohlen, und aus all diesen Rohstoffen habe ich einen Ort gebaut, den ich meine Heimat nenne. Dort komme ich her.« (Klappentext)
Isabel Allende wurde am 2. August 1942 in Lima geboren, heute lebt sie in Kalifornien. Vor ihrem 18. Lebensjahr arbeitete sie als Journalistin und als Moderatorin einer chilenischen Fernsehsendung. Bis heute wurden ihre Bücher in 27 Sprachen übersetzt und über 51 Mio. Mal verkauft. Weitere Titel sind zum Beispiel „Das Geisterhaus“, „Paula“ und „Mein erfundenes Land“.
Linde Waidhofer, die im US-Bundesstaat Colorado lebt, ist eine leidenschaftliche Landschafts-Fotografin. Sie ist fasziniert von ursprünglichen, mysteriösen Landschaften und weiß diese, mit Licht und den Farben der Natur, auf ihren Fotografien perfekt in Szene zu setzten.