“Ciudad blanca” – weiße Stadt – wird Sucre, die verfassungsmäßige Hauptstadt Boliviens, von seinen Bewohnern stolz genannt. Diesem Anspruch wird zumindest das historische Zentrum mit seinen weißen Fassaden gerecht, ein barockes Schmuckstück aus der Kolonialzeit. Das Silber aus den Minen von Potosí brachte der mehrfach umbenannten Stadt beträchtlichen Wohlstand. Hier hielt man sich an traditionelle Werte und gründete eine der ältesten Universitäten Südamerikas, die Universidad de San Francisco Javier, die zu den bedeutendsten Hochschulen des Landes zählt.
Kategorie: Faszinierende Orte
Honduras gehört zu den weniger touristisch erschlossenen Ländern Lateinamerikas, dabei ist das Land sehr sehenswert. Eine besonders hervorstechende Rolle nehmen hierbei die Hauptstadt Tegucigalpa und der nahegelegene Nationalpark La Tigra ein.
40 Kilometer südwestlich von Cartagena liegt das zu Kolumbien gehörende Archipel Islas del Rosario. Es besteht aus 28 kleinen Inseln im karibischen Meer. Die Islas del Rosario entstanden vor etwa 5000 Jahren durch Vulkanismus. Schon vor der Entdeckung Amerikas durch Christopher Kolumbus waren die Islas del Rosario besiedelt. Dort lebten karibische Ureinwohner.
Der Nationalpark Rincón de la Vieja, der im Nordwesten Costa Ricas gelegen ist, zählt zu den vielseitigsten Nationalparks des Landes. Im Zentrum des Nationalparks befindet sich der gleichnamige Vulkan Rincón de la Vieja, der zusammen mit fünf weiteren Vulkanen die Guanacaste-Kordillere, eine Bergkette mit Höhen über 2000 Meter, bildet.
Der Nationalpark wurde 1973 gegründet und 1999 in das Welterbe der UNESCO aufgenommen. Auf mehr als 14.000 Hektar leben rund 260 verschiedene Tierarten, so zum Beispiel Tukane, Affen, Faultiere und Pumas. Auch landschaftlich ist der Rincón de la Vieja-Nationalpark sehr faszinierend.
Chichén Itzá

Chichén Itzá ist eine der bekanntesten Ruinenstätten der Welt. Der Name bedeutet “Mund am Rande des Brunnens der Itzá”, die Sprache ist die der Maya, die damals auf der Halbinsel Yucatan, wo sich Chichén Itzá auch befindet, heimisch waren.
Ruinenstadt Chan Chan

Chan Chan, die einstige Hauptstadt der Chimú, war eine der größten präkolumbischen Städte Amerikas und befand sich an der Pazifikküste westlich der heutigen Stadt Trujillo. Ihre Bauten sind fast ausschließlich aus luftgetrockneten Lehmziegeln, der sogenannten Adobe-Bauweise, errichtet worden. Die vollständig von reichverzierten Mauern umgebene Anlage beeindruckt nicht nur durch ihre Bauweise, sondern auch durch ihre Aufteilung in “Ciudadelas” – abgeschlossene Unterbezirke in der alten Metropole.
Der Panamakanal

Die Idee einer Verbindung zwischen Atlantik und Pazifik am Isthmus von Panama ist so alt wie die Entdeckung der Landenge durch Vasco Núñez de Balboa; doch erst die technischen Möglichkeiten des 19. Jahrhunderts ließen eine Realisierung dieses Traums in greifbare Nähe rücken. Nachdem eine amerikanische Gesellschaft 1855 die erste Eisenbahnverbindung zwischen Colón und Panama-City eingerichtet hatte, nahmen auch die Pläne für den Kanalbau konkrete Formen an. Bestärkt durch den Erfolg des 1869 fertiggestellten Sueskanals gelang es dem französischen Ingenieur Ferdinand de Lesseps, mit Hilfe einer neugegründeten Aktiengesellschaft ein Kapital von umgerechnet 240 Millionen Goldmark für den Bau des Panamakanals zusammenzubringen. Der erste Spatenstich erfolgte 1879. Doch hatte Lesseps die technischen Probleme und den enormen Aufwand an Zeit, Geld und Arbeitskräften unterschätzt. 1889 musste die Kanalgesellschaft Konkurs anmelden. Noch gab Lesseps aber nicht auf. Er setzte eigenes Kapital ein, um das Projekt weiterzuführen. Doch als er 1894 starb, galt das Unternehmen als gescheitert; vier Jahre später wurden die Arbeiten schließlich eingestellt.
Trinidad auf Kuba
“Saccharum officinarum” lautet die botanische Bezeichnung jener Pflanze, die der kleinen Stadt Trinidad wie der gesamten Insel Kuba einst zu Reichtum verhalf. Das unter dem Namen Zuckerrohr bekannte Süßgras wurde durch spanische Konquistadoren in die Karibik gebracht, wo das Klima für den Anbau besonders günstig war. Santísima Trinidad wurde 1514 als eine der ersten europäischen Siedlungen in ganz Lateinamerika gegründet. Die Stadt liegt malerisch zu Füßen der Sierra del Escambray nahe der mittleren Südküste Kubas.
Die Stadt Brasilia

In nur fünf Jahren solle Brasilien den Fortschritt von fünf Jahrzehnten erleben, prophezeite Juscelino Kubitschek seinen Landsleuten. Zum Symbol des rasanten Aufstiegs wähle Kubitschek, der das Amt des Staatspräsidenten anstrebte, die geplante Hauptstadt Brasilia, deren zügiger Bau zum zentralen Wahlkampfthema aufrückte. Als die neue Kapitale am 21. April 1960 eingeweiht wurde, blickte die Welt mit ungläubigem Staunen auf den lateinamerikanischen Staat, der unter beträchtlichen Anstrengungen in kurzer Zeit eine Meisterleistung vollbracht hatte.
“Wer Bäume absägt, wie es ihm gefällt, der sägt an seinem eigenen Lebensbaum.” Nirgendwo bewahrheitet sich das Sprichwort der Maya heute mehr als in Guatemalas Nordbezirk El Petén, dem einstigen Kernland der Maya. Das ausgedehnte Tropenwaldgebiet an der Grenze zu Mexiko und Belize birgt mit den Ruinen von Tikal die größte und bedeutendste archäologische Stätte dieser Kultur. Da ist es nur konsequent, dass weite Teile des Tropenwaldes 1990 zum Biosphärenreservat erklärt wurden.
