Im Nordwesten Argentiniens liegt die zweitkleinste Provinz des Landes, deren Hauptstadt offiziell “San Miguel de Tucumán” heißt. Auch wenn die Fläche der Provinz Tucumán kleiner ist, als die der anderen, so ist sie doch am dichtesten besiedelt. Außerdem ist die Provinz der größte Produzent von Zucker und Zitronen und vor allem von letzterem das Hauptherkunftsland von nach Deutschland importierten gelben Zitrusfrüchten.
Der Rio Dulce verbindet den größten See Guatemalas, den Izabal-See, mit dem Atlantik. Der Izabal-See ist ca. 45 Kilometer lang und erstreckt sich über eine Fläche von 590 Quadratkilometern. Er wird von vielen Zuflüssen gespeist. Der größte ist der Río Polochíc. Im See leben Süßwasser-Seekühe, die bis zu einer Tonne wiegen können.
Machen Sie einen kurzen Abstecher zum Rio Dulce, wenn Sie z. B. Tikal, Quirigua in Guatemala oder Copán in Honduras besuchen.
Entdecken Sie: Den alten Handelsweg der Maya über das Meer, die Route, die die spanischen Konquistadoren einschlugen, um Guatemala zu durchqueren, die einzigartige Hydrographie und die atemberaubende Schönheit der Natur, die enorme Vielfalt der Tierwelt in einem der beliebtesten Zielgebiete zur Vogelbeobachtung.
Nicht verpassen sollten Sie El Canyon, eine Schlucht unweit von Livingston. Dort verjüngt sich der Fluss auf einmal: Links und rechts des Flussbettes erheben sich 300 bis 400 Meter hohe Steilwände. Dieses Naturschauspiel werden Sie nie vergessen.
Rio Dulce
Auch die Bahía de Amatique (Bucht von Amatique) sollten Sie sich auf gar keinen Fall entgehen lassen. Dort erwarten Sie nämlich weiße Sandstrände und eine wunderbare Flora und Fauna. Genießen Sie die Stille und Ruhe, wenn Sie sich durch die Bucht, die übrigens zum UNESCO–Weltkulturerbe gehört, bewegen. Kleinere Buchten sind Santo Thomas und La Graciosa.
Wenn Sie sich für die Mythen, die sich um die Maya-Kultur winden, interessieren, sollten Sie den Fluss Sarstún, der die Grenze zwischen Guatemala und Belize bildet, hinauffahren. Sarstún bedeutet nämlich „heilender Stein“ in der Sprache der Maya. Die Heiler der Maya benutzen diese Steine, um mit Geistern zu kommunizieren und zu heilen.
Die Provinz Córdoba, eine der eher dicht besiedelten und wirtschaftlich wichtigen Gegenden des Landes, gilt als das „Herz Argentiniens“. In der Provinz-Hauptstadt (ebenfalls Córdoba), der zweitgrößten Stadt in Argentiniens, leben in etwa zwei Millionen Menschen. Der Westen der Provinz ist sehr dünn besiedelt, im Osten hingegen gibt es einige kleinere und mittlere Städte.
Die Stadt Córdoba, liegt am Río Suquía, am Fuße der Sierras Chicas, etwa 700 km nordwestlich von Buenos Aires. Die Sierras werden auch Sierras de Córdoba genannt. In Anlehnung an das andalusische Córdoba gab Jerónimo Luis de Cabrera der Stadt 1573 den vollständigen Namen Córdoba de la Nueva Andalucía („Córdoba Neu-Andalusiens“).
Manchmal bekommt Córdoba auch Beinamen, wie z. B. Ciudad de las Campanas („Stadt der Glocken“) – wegen ihrer vielen Kirchen – oder La Docta („die Gelehrte“) – der Hochschulen und Universitäten wegen. Die Universidad Nacional de Córdoba, 1613 von den Jesuiten gegründet, ist die älteste Universität Südamerikas. Mit heute insgesamt sieben Universitäten ist Córdoba das Bildungszentrum des Landes. Dank zehntausender Studenten verfügt die Stadt über eine sehr lebendige Kulturszene.
Santa Marta, das Tor zur Sierra Nevada, wurde 1525 von Rodrigo de Bastidas gegründet. Es ist eine der ältesten Siedlungen auf dem südamerikanischen Kontinent und die älteste hispanische Stadt Kolumbiens, deren koloniale Vergangenheit allgegenwärtig ist.
Die Tayrona-Indianer, die in der Gegend um Santa Marta lebten, als die Spanier dort landeten, waren bekannte Goldschmiede. Einige der Stücke, die die Kolonialherren nicht in die Alte Welt mitgenommen hatten, sind heute im Goldmuseum in Bogotá zu sehen.
Santa Marta ist nach Cartagena das zweitbeliebteste Ausflugsziel an der Karibikküste Kolumbiens. Touristische Attraktionen der Stadt sind die Kathedrale, das Fort San Fernando, das Tayrona-Museum im Zollhaus und die Quinta de San Pedro Alejandrino, wo Simón Bolivar die letzten Tage seines Lebens verbracht hat, bevor er dort am 17. Dezember 1830 starb. Rund um den Parque de los Novios in der Altstadt hat sich eine Musik- und Tanzszene mit regem Nachtleben etabliert.
Kristallklares Wasser, kilometerlange weiße Sandstrände, tolle Tauchgelegenheiten tun außerdem ihr übriges, dass Santa Marta eine so beliebte Touristen-Destination ist.
Außerdem eignet sich Santa Marta sehr gut als Ausgangspunkt für Touren zu den präkolumbischen Ruinen der Verlorenen Stadt (La Ciudad Perdida), in den Tayrona-Nationalpark, den Nationalpark Sierra Nevada de Santa Marta mit den höchsten Gipfeln Kolumbiens. Die Sierra Nevada de Santa Marta ist das höchste Küstengebirge der Welt. Auch ein Besuch des Schutzgebiets Ciénaga Grande de Santa Marta ist sehr zu empfehlen. In diesem geschützten Feuchtgebiet an der Küste kann man zur richtigen Jahreszeit Flamingos beobachten.
Venezuela hat viele Naturwunder zu bieten. Der Süden des Landes, das Hochland von Guyana, eine der ältesten Landschaften der Erde, ist eine einzigartige Tafelberg-Landschaft. Nirgends sonst auf der Welt gibt es so viele Tafelberge. In der Vorstellung der Ureinwohner, den in der Gran Savana heimischen Pemón-Indianern, sind die „Tepuis“, deren Spitzen oft in den Wolken verschwinden, die Heimat der Götter.
Tarija ist die südlichste Großstadt Boliviens, in der aufgrund der Lage am Rande der Anden meist mildes und damit angenehmes Klima herrscht. Abgesehen von den Monaten zwischen Dezember und Februar gibt es in der Hauptstadt des Departamento Tarija eher wenig Niederschlag.
Die Bevölkerungszahl von ca. 40 000 Einwohnern im Jahre 1976 hat sich bis ins Jahr 2010 verfünffacht. Das mag vielleicht vor allem daran liegen, das Tarija eine der modernsten Städte Boliviensist.
Als Urlauber sollte man sich hier auf keinen Fall die Kirche San Francisco aus dem Jahre 1606 sowie zahlreiche interessante Museen entgehen lassen. Aber vor allem die Sternwarte der Akademie der Wissenschaften in der Nähe der Stadt kann für Astronomiebegeisterte ein Ausflugsziel sein, da sie abends zu Planeten-, Mond- und auch Sternenbeobachtungen zur Verfügung steht. Spannend ist auch, dass sich hier Spuren von Dinosauriern längst vergangener Zeiten an paläontologischen Fundstätten finden lassen. Wer gerne idyllische Spaziergänge unternimmt, sollte hierfür die Traubenanbaugebiete Tarijas nutzen, die ein ganz besonderes und romantisches Flair ausstrahlen.
San Agustín ist eine Ausgrabungsstätte mit hunderten von Statuen unterschiedlicher Größe, Abbilder von Mensch und Tier. Diese Statuen markieren Grabstätten und sind Zeugen einer früheren Zivilisation, aus der Zeit vom 6. Jahrhundert v. Chr. bis zum 12. Jahrhundert n. Chr. Den Verstorbenen wurden Gold und Töpferwaren ins Grab gelegt.
Diese Gegend war wohl ein kulturelles Zentrum für mehrere indigene Gruppen, die verschwanden, ehe die Inkas kamen. Im Umkreis gibt es mehrere Stätten mit ähnlichen Skulpturen. Die wichtigste ist der archäologische Park von San Agustín, seit 1995 Weltkulturerbe der UNESCO.
Livingston, eine kleine guatemaltekische Stadt an der karibischen Küste, an der Mündung des Río Dulce gelegen, kann nur per Boot erreicht werden.
Auf dem Markt des Garifuna-Ortes geht es laut zu. Garifuna sind Nachfahren von Afrikanern und guatemaltekischer Mestizen. Sie sprechen neben ihrer eigenen Sprache auch Spanisch und Englisch. Die Wurzeln der Garifuna liegen in Nigeria. Als die Spanier einmal zwei Schiffe mit Sklaven von dort in die Neue Welt transportierten, erlitten sie vor St. Vincent Schiffbruch. Die Afrikaner vermischten sich mit den Einheimischen der Karibik-Insel. So entstand eine neue Kultur. Von St. Vincent wurden sie später von den Briten und Spaniern wieder weggebracht und gelangten schließlich über Umwege, z. B. Honduras und Belize, nach Guatemala und gründeten dort die Stadt Livingston.
Überall in der Stadt, die nur von Wasser und Dschungel umgeben ist, gibt es kleine Familienläden, die Snacks anbieten. Viele sagen, dass das Essen, das man in Livingston serviert bekommt, ein wahres Highlight in Guatemala ist. Auch sonst hebt sich Livingston vom Rest des zentralamerikanischen Kontinents ab – vor allem durch seinen karibisch anmutenden, sehr entspannten Alltag.
Wer Unterhaltung non-stop sucht, ist hier falsch. Wer entspannen, relaxen, die Menschen kennenlernen, ein bisschen singen und tanzen oder lecker essen und trinken will, ist hier hingegen gold-richtig!
Für einen Strandtag ist die Playa Blanca sehr zu empfehlen! In ungefähr einer Stunde gelangt man per Boot („lancha“) zum Ziel. Nur fünf Kilometer entfernt von Livingston liegt eine wunderschöne Ansammlung von Wasserfällen und natürlichen Schwimmbecken („Siete Altares“).
Um nach Livingston zu gelangen, gibt es zwei Möglichkeiten: Auf der Fähre (Fahrtzeit ca. 1,5 Stunden) oder mit einem Boot mit ca. 15 Sitzen (Fahrtzeit ca. 1,5 Stunden, inklusive Stopps zum Fotografieren).
Besondere Tipps:
Bei einem Strandspaziergang schmeckt die verrückte Kokosnuss (“coco loco”), ein Rum-Drink in einer frischen Kokosnuss, am besten.
Danach sollte man die kleinen Bars und Clubs im Ort erkunden.
Viele halten außerdem Maria im Tlingo Lingo für die beste Köchin in Livingston. Probieren Sie unbedingt das “tapado”, eine typische Garifuna-Suppe auf Kokos-Basis mit Meresfrüchten.
Entre Ríos („zwischen Flüssen“) ist eine argentinische Provinz im Nordosten dieses südamerikanischen Landes. Ihren Namen verdankt sie ihrer geographischen Lage zwischen dem Río Paraná, dem Río Uruguay, dem Río Guayquiraró und anderen kleineren. Oft wird diese Gegend auch als „Mesopotamien” Argentiniens bezeichnet. Der Hauptort dieses fast völlig flachen Landes heißt Paraná. Da die Ebene sehr fruchtbar ist, gehören die dortige Land- und Viehwirtschaft zu den ertragreichsten Argentiniens. Einst Heimat der Chanás, Guaraníes und Charruas, wurde die Provinz später insbesondere von europäischen Einwanderern geprägt, die ihr Glück in Südamerika suchten und dort landwirtschaftliche Kolonien gründeten. Am Río Uruguay findet man noch heute zahlreiche nette Kolonialstädtchen.
Das Biosphärenreservat Río Plátano liegt in Hondurasund beinhaltet einen der wenigen verbliebenen tropischen Regenwälder Zentralamerikas. Es erstreckt sich mit seinen ungefähr 830.000 Hektar am Río Plátano von der Nordostküste ins Innere des Landes bis auf eine Meereshöhe von über 1.300 Metern.
Hier finden sich Lagunen, Mangrovenwälder, Küstensavannen mit Sumpfpflanzen sowie Palmen und Tieflandkiefern. Der unberührte Lebensraum bietet einer Vielzahl von Tieren einen geeigneten Lebensraum. Aras, Pumas sowie Tapire nennen das Biosphärenreservat Río Plátano ihr Zuhause. Nur einige Tausend Menschen besiedeln dieses Gebiet, dabei handelt es sich um die indigenen Miskito, Pech, Tawahka und Garifuna, die hier die Möglichkeit sehen, ihren traditionellen Lebensweisen nachzugehen.
Neben der faszinierenden Flora und Fauna finden sich in dem Reservat archäologische Siedlungen der Maya sowie einiger anderer prähispanischer Kulturen, die einen Ausflug unvergesslich machen.