Kategorien
Ecuador Reiseberichte Reiseziele Südamerika

Reisebericht: Galápagos- Paradies auf Erden

Meine Ecuador-Reise gipfelte in einem einwöchigen Aufenthalt auf den GalápagosInseln. Ich habe schon viele Länder bereist und Einiges von der Welt gesehen, aber die Galápagos-Inseln zählen definitiv zu meinen absoluten Top-Highlights. Dieser Archipel vor der ecuadorianischen Küste ist etwas ganz besonderes. Ich will versuchen, in Worte zu fassen, warum das so ist.

Nur – eins gleich vorweg – kein noch so genialer Reisebericht kann die Faszination beschreiben, die man vor Ort tatsächlich fühlt, und kein Foto wird der einmaligen Schönheit dieser Destination annähernd gerecht. Um einen wirklich authentischen Eindruck zu erhalten, sollte man das alles mit seinen eigenen Augen gesehen haben…

Die Landschaft

Fangen wir mit der Landschaft an. Wer sich bereits in Büchern, Reiseführern oder –katalogen über Galápagos informiert hat, kennt vermutlich die Mondlandschaft von Bartolome. Die Inselgruppe ist vulkanischen Ursprungs und die Natur hat teils sehr bizarre Formationen hervorgebracht. Davon abgesehen, haben die Inseln in vielerlei Hinsicht eine Farbpalette in petto, die ihres Gleichen sucht. Farbliebhaber werden sich kaum satt sehen können an der bunten Vielfalt der Strände, des Meeres und des Gesteins. Wer auf der Suche nach Karibik-Feeling ist, sollte z.B. an den Bachas Beach kommen, wo weißer Sandstrand und türkisblau-schillerndes Meer auf ihn warten. Wer auf der Suche nach Ungewöhnlichem ist, sollte sich auf gar keinen Fall Rabida entgehen lassen. Der rote Sand dort ist eine ganz besondere Laune der Natur.

Seelöwen beim Sonnenbad (Eva)
Seelöwen beim Sonnenbad

Das Tierreich

Weiter geht´s mit dem absoluten Non-Plus-Ultra der Galápagos-Inseln: dem Tierreich, das auch den großen Evolutionstheoretiker Charles Darwin fasziniert und inspiriert hat. Kleines Detail am Rande: Die Darwin-Finken tragen den Namen des berühmten Wissenschaftlers, weil er sie erforscht hat. Isoliert und abgeschieden von der restlichen Welt nahm die Natur auf den Inseln im Pazifik ihren ganz eigenen Lauf und brachte über die Jahrmillionen zahllose endemische Arten – Pflanzen und Tiere, die es nur in einer ganz bestimmten Gegend auf der Erde gibt – hervor. Um zu überleben, hat sich die Flora und Fauna also immer wieder weiterentwickeln und an neue Rahmenbedingungen anpassen müssen. Heute ist Galápagos berühmt für seine Riesen-Schildkröten. Hier gibt es 23 verschiedene Arten, die meisten von ihnen findet man nirgends sonst auf dieser Welt! Diese urzeitlichen Geschöpfe können bis zu 270 Kilogramm schwer werden.

Haben Sie eine Vorstellung vom Paradies? Vom Garten Eden? Seit ich auf den Galápagos-Inseln war, habe ich eine! Mal davon abgesehen, dass die Natur dort einfach einzigartig ist, hatte ich nämlich ständig das Gefühl, dass Mensch und Tier in Harmonie zusammenleben können und sich nicht gegenseitig schaden. Sie wissen nicht, was ich meine?

Leguan (Eva)
Leguan

Stellen Sie sich einmal vor, eine Seelöwin hat gerade direkt neben dem Weg ihr Junges zur Welt gebracht – seelenruhig den das Tier hat keine Angst vor Menschen. Es hat noch nie schlechte Erfahrungen mit ihnen gemacht. Nehmen Sie an, das Jungtier liegt, gerade ein paar Minuten alt, neben seiner Mutter und die beiden lassen sich von nichts und niemandem stören.  Dieses prägende Erlebnis, das mir die pure Pracht der Natur schlagartig vor Augen führte, hatte ich auf der Insel Seymour Norte.

Zum Schluss will ich noch kurz auf die Art zu reisen eingehen. Bei der Reiseplanung sollte man bedenken, dass jede Insel des Galápagos-Archipels anders ist. Auf allen Inseln gibt es Verschiedenes zu entdecken. Jede hat ihren ganz eigenen Reiz. So kann sich zum Beispiel die Vegetation, Landschaft oder Tierwelt zweier in unmittelbarer Nachbarschaft gelegener Inseln radikal unterscheiden. Um die ganze Vielfalt dieses Fleckens Erde annähernd zu begreifen, war für mich eine Kreuzfahrt genau das Richtige, denn nur so kann man „Insel-Hopping“ betreiben. Während man von einer zur nächsten Insel fährt, kann man die zahllosen Eindrücke auf dem Sonnendeck ein bisschen verarbeiten, relaxen oder mit den anderen an Bord über die Erfahrungen plaudern. Die Yacht hielt immer wieder an – entweder in geeigneten Buchten oder auf offenem Meer, so dass auch Wasserratten voll auf ihre Kosten kamen. Es boten sich viele Gelegenheiten zu schwimmen oder zu schnorcheln. Die Unterwasserwelt, sowie die Pinguine, Schildkröten und Delphine waren ein weiterer Höhepunkt auf dieser Reise.

Mein Fazit lautet deshalb: Auch wenn diese Reise ohne Zweifel der teuerste Urlaub meines Lebens war, bin ich trotzdem immer noch hellauf begeistert von den Galápagos-Inseln. Diese Kreuzfahrt war ihr Geld wert und ich schwelge immer noch regelmäßig in Erinnerungen an diese Tage.

Links:

Tourismus-Ministerium (Ecuador)

Info-Service (Ecuador)

weitere Informationen über Ecuador (Auswärtiges Amt)

Reiseberichte – Ecuador & Galapagos Inseln (Youtube)

Falls auch Sie Lust auf die Galápagos-Inseln haben, empfehlen wir beispielsweise folgende Reisen: Galápagos Aktiv oder Osterinsel und Galapagos.

Kategorien
Argentinien Reiseberichte Südamerika

Reisebericht: Mein Schüleraustausch in Buenos Aires

Als ich meinen 1-monatigen Schüleraustausch in Buenos Aires in Argentinien antrat, wurde ich bereits am Flughafen von meiner Gastfamilie mit offenen Armen empfangen und mit einer unglaublichen Begeisterung und Bemühtheit aufgenommen. Noch an meinem ersten Tag hatte ich volles Programm: Eine Bootstour über den Río de la Plata, die uns zu einem Restaurant direkt am Flussufer führte, dort aßen wir gemeinsam zu Mittag und nach der Rückfahrt bekam ich eine Hausführung und konnte mich in meinem Zimmer einrichten und einmal durchatmen. Doch viel Zeit zum Ausruhen blieb mir nicht!

Kategorien
Brasilien Reiseberichte Südamerika

Auf in den Dschungel! – Reisebericht aus Brasiliens Amazonas

Im Rahmen meiner Brasilienreise verbrachte ich auch einige Tage im Amazonasgebiet, dem größten Regenwaldgebiet der Erde. Wie die meisten Touristen, die eine Amazonasreise unternehmen möchten, landete ich mit dem Flieger in der Urwaldmetropole Manaus, dieser faszinierenden und ungewöhnliche Metropole mitten im Herzen des Amazonasgebietes.

Kategorien
Faszinierende Orte Reiseberichte Südamerika Venezuela

Reisebericht Nationalpark Canaima – Wasserfälle und Tafelberge

Eines der Highlights unseres Venezuela-Aufenthaltes war unser Besuch im Nationalpark Canaima – traumhafte Natur und ein wenig Abenteuer…genau das, was wir in unserem Lateinamerikaurlaub gesucht hatten, fanden wir hier.

Etwas abenteuerlich war schon die Anreise: mit einem kleinen Flieger mit nur 6 Sitzen (inkl. der Sitze für Pilot und Copilot) ging es von Ciudad Bolivar aus nach Canaima, zum kleinen Flugplatz direkt an der gleichnamigen Lagune. Wir überflogen Ausläufer des riesigen und beeindruckenden Guri-Stausee, einen der größten Stauseen des amerikanischen Kontinents. Das zugehörige Wasserkraftwerk gehört zu den 10 leistungsfähigsten Wasserkraftwerken der Welt, und versorgt 80 % des Landes mit Strom.

Kategorien
Ecuador Reiseberichte Südamerika

Reisebericht aus Mindo in Ecuador

Während meiner Praktikumszeit in Quito habe ich oft Wochenend-Ausflüge unternommen, um möglichst viel von Ecuador zu sehen. Einer dieser Ausflüge führte mich nach Mindo, ins Dorf der Schmetterlinge, Kolibris und Wasserfälle. Mindo liegt in einem großen subtropischen Talkessel auf 1.250 Metern Höhe, inmitten eines Naturschutzgebietes mit Nebelwald, seltenen Orchideen- und Schmetterlingsarten sowie einer Vielzahl an Vögeln.

Kategorien
El Salvador Mittelamerika Reiseberichte

Reisebericht: Kleines, großes Land – El Salvador

Mein Mann hatte mich zum Geburtstag mit einer Reiseidee überrascht: El Salvador. Wir flogen also nach San Salvador, der Hauptstadt des kleinsten Landes Zentralamerikas.
Unser Hotel war landestypisch, preiswert und freundlich. Man darf keine hiesigen Maßstäbe anlegen, wenn man das Land in seiner ursprünglichen Art kennenlernen will. Der Fremdenverkehr steckt in El Salvador noch in den Kinderschuhen. Es gibt schon einige sehr komfortable Quartiere für Touristen, doch wir fühlten uns mehr als Abenteurer oder Entdecker.

Kategorien
Karibik Reiseberichte

Karibikurlaub mal ganz anders

Schon als kleiner Junge faszinierten mich Geschichten von mutigen Piraten, die unermüdlich auf den Weltmeeren unterwegs waren und die wildesten Abenteuer erlebten. Der junge Jim Hawkins, der die halbe Welt umsegelte und einen unermesslichen Piratenschatz fand. Wilde Gestalten mit einer Augenklappe, einem Holzbein und vielen Narben, die das wilde Leben der Gesellen bezeugen. Mit 13 Jahren hatte ich geschworen: „Eines Tages besuche ich die Pirateninseln der Karibik.“

Kategorien
Kolumbien Reiseberichte Südamerika

Reisebericht: Kolumbien – ein spannendes Land!

Unsere Vorbereitungen dieser Reise wurden von vielen zumeist recht gut gemeinten Ratschlägen begleitet. Natürlich waren auch die üblichen Vorurteile dabei, aber damit konnten wir gut leben. Wir wollten uns selbst ein Bild machen! Rund 11 Stunden dauerte der Flug von Deutschland nach Kolumbien und dann waren wir da…

Kategorien
Peru Reiseberichte Südamerika

Peru – eine Reise zu den Inka

Unsere Reise nach Peru begann mit einer fast zwanzigstündigen Anreise mit dem Flugzeug. Am frühen Abend erreichten wir die Hauptstadt Lima, am Fuße der Anden an der Pazifikküste des südamerikanischen Landes gelegen. Für die ersten beiden Nächte hatten wir dort bereits eine Unterkunft in Miraflores, einem an der Küste gelegenen Vorort, gebucht, um nach dem Flug einen angenehmen Urlaubsbeginn zu haben.

Nach den ersten zwei Tagen, in denen wir in Miraflores und im Zentrum von Lima unsere erste peruanische Luft schnupperten und uns einige der Sehenswürdigkeiten der Stadt wie die Kathedrale San Francisco mit ihren Katakomben an der zentral gelegenen Plaza de Armas anschauten, brachen wir auf, um mehr von Land und Leuten zu entdecken.

Kategorien
Karibik Kuba Reiseberichte

Reisebericht: Kuba – Abenteuer und Überraschung in der Karibik

Eine Reise nach Kuba buchen verspricht immer Abenteuer. Es ist wie eine Zeitreise in tiefste sozialistische Tage. Niemand weiß, wie lange das System sich noch hält und wie die momentane Lebenssituation der Kubaner genau aussehen mag. Wird das eine Versorgungsloch geschlossen, öffnet sich das nächste.

Aber Kuba hätte nicht so lange überlebt, wenn die Bevölkerung nicht so willensstark, lebenslustig, leidensfähig und kreativ wäre. Man lächelt, spuckt in die Hände und löst die Probleme einfach nach bestem Wissen. So habe ich das Land erlebt – eine Woche nachdem der Hurrican „Katrina“ über die karibischen Küsten getobt ist und in Florida wochenlanges unorganisiertes Chaos hinterlassen hat. Kuba kam wesentlich gelassener und sturmerprobter daher. Hier berichte ich von meinen Eindrücken.