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Aktuelles Südamerika Venezuela

Die Tanzenden Teufel von Yare – Fronleichnam in Venezuela

Jedes Jahr findet am neunten Donnerstag nach Gründonnerstag in dem kleinen Städtchen San Francisco de Yare in Venezuela das Fronleichnamsfest statt. Seine Ursprünge reichen bis ins 18. Jahrhundert zurück. Dabei feiert der ganze Ort ein rauschendes Fest, das regelmäßig Hunderte von Touristen anzieht.

Die Männer von Yare verwandeln sich in die Diablos Danzantes, die Tanzenden Teufel. Sie kleiden sich dazu komplett in Rot: sie tragen rote Hemden und Hosen, Socken und sogar rote Schuhe. Auf ihren Köpfen sitzen kunstvolle Teufelsmasken, die in bunten Farben bemalt sind, oft die Zähne blecken und Furcht einflößend auf die Zuschauer hinabblicken. Der Oberteufel, „diablo mayor“ genannt, darf auf seiner Maske vier Hörner tragen, seine Hilfsaufseher drei, und die einfachen Teufel ohne Rang nur zwei. Diese Teufel heißen „promeseros“ und sind Männer, die sich für einige Jahre oder sogar für ihr ganzes Leben verpflichten, zu Ehren Gottes mit den Teufeln zu tanzen. Meist tun sie das, um Gott für den guten Ausgang einer Sache zu danken. Zum Schutz gegen das Böse hängen sich die Männer Kruzifixe, Rosenkränze und Medaillons von Heiligen um. Außerdem tragen sie in der rechten Hand die so genannte Maraca, eine Art Rassel, die oft die Form eines Teufelskopfes hat, und in der linken eine Peitsche.

So ziehen sie am Tag vor Fronleichnam tanzend durch die Straßen und schütteln ihre Rasseln im Takt. Sie werden vom Bischof gesegnet und klopfen an die Türen, wo sie kleine Gaben erhalten. Die Frauen dürfen nicht an diesem Umzug teilnehmen, sondern die Männer nur mit Getränken oder Essen versorgen. Dabei tragen sie traditionell eine weiße Bluse und einen roten Rock, sowie ein rotes oder weißes Kopftuch. Lediglich die „Capataz“, die höchste der Frauen, ist komplett in rot gekleidet, besitzt jedoch keine Maske.

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Faszinierende Orte Mittelamerika Nicaragua

Isla de Ometepe – die “zwei Hügel”

Die Insel Ometepe liegt im Nicaragua See und ist ein wirklich interessantes Ziel für Nicaragua-Besucher. Mit einer Größe von ca. 270 km² ist sie die größte vulkanische Insel in einem Süßwassersee, auf der ungefähr 30.000 Menschen leben.

Der Name Ometepe bedeutet “zwei Hügel”, was sich auf die beiden Vukane Concepción und Maderas bezieht, die die Insel kennzeichnen. Sie bieten auch die größten Attraktionen auf der Insel: Einen Kratersee sowie einen riesigen Wasserfall am Vulkan Maderas und eine sehr artenreiche Tier- und Pflanzenwelt. Affen hangeln sich über die Köpfe hinweg, während man Schmetterlinge, Kolibris und Orchideen bewundert.

Wer die Faszination der Insel Ometepe selbst erleben möchte, erreicht diese dann am besten mit dem Boot oder der Fähre von Grenada, San Jorge oder San Carlos aus.

Folgende Reisen führen Sie auf die Vulkaninsel Ometepe: Zwischen Palmen und Vulkanen, Nicaragua – Costa Rica und viele andere.

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Aktuelles Bolivien Peru Südamerika

Willakakuti und Inti Raymi – Traditionelle Feste in den Anden

In den Anden gibt es zwei große Feste, die zu den schönsten und wichtigsten in ganz Südamerika zählen: Das Fest zur Sonnenwende in Bolivien und das Inti Raymi Fest in Peru.

In Bolivien wird am 21. Juni das Neujahrsfest der Aymara, einer indigenen Gruppe gefeiert. Dieses ist so wichtig, dass der Tag zu einem landesweiten Feiertag ausgerufen wurde, und bei Verstößen gegen dieses Gesetz Geldstrafen drohen. So will man die Kultur und die Traditionen dieses Volkes schützen und bewahren. Das Fest, Willakakuti genannt, findet in Tiwanaku statt. Diese antike Tempelstadt der Aymara befindet sich mitten in den Anden, auf über 4.000 Metern Höhe.

Die Festung von Sacsayhuaman (© César Vega/ PromPerú)
Die Festung von Sacsayhuaman (© César Vega/ PromPerú)

Jährlich versammeln sich hier viele Tausend Menschen, sowohl Aymara, wie auch andere Bolivianer und Besucher aus aller Welt, um an diesem magischen Spektakel teilzuhaben. Die ganze Nacht über wird gefeiert, es gibt Tänze und Zeremonien, und das bei Temperaturen zwischen -15º und -20º Celsius. Schließlich versammeln sich alle Teilnehmer kurz vor Sonnenaufgang vor der Puerta del Sol, dem „Tor zur Sonne“.

Sie strecken ihre klammen Finger in die Höhe und warten, bis die ersten Sonnenstrahlen erscheinen und durch die obere Ecke des Tores brechen. Sobald die Strahlen die Finger berühren, beginnen die durchfrorenen Körper der Besucher aufzutauen, und mit Beginn des neuen Jahres fühlt man sich tatsächlich wie neu geboren. Das Jahr 2011 wird im Kalender der Aymara das Jahr 5019 sein.

Das Inti Raymi Fest wird in der Stadt Cusco gefeiert und hat seine Ursprünge noch in der Kultur der Inka, die dieses Fest zur Wintersonnwende in der südlichen Hemisphäre zu ehren der Sonne abhielten. An diesem Tag ist die Sonne am weitesten von der Erde entfernt, und so baten die Inka durch die Feierlichkeiten um ihre Rückkehr.

Inti Raymi Festival Sacsayhuamán ©Heinz Plenge Pardo / PromPerú

Gleichzeitig war es auch ihr Neujahrsfest und dauerte damals neun Tage lang. Für die Inka galt die Sonne als der wichtigste Gott, und so errichteten sie auf dem Hauptplatz von Cusco einen Tempel, in dem sie den Sonnengott zu Inti Raymi mit Gebeten und Tänzen huldigten und ihm zahlreiche Opfer darbrachten. Die ersten Sonnenstrahlen nach der Sonnwende wurden durch ein Loch im Dach des Tempels empfangen, und durch einen Spiegel entzündeten sie ein Feuer, mit dem anschließend alle vorher gelöschten Feuer der Stadt von neuem entfacht wurden.

1536 wurde das Fest dann schließlich durch die Spanier verboten, und erst im Jahr 1944 wiederbelebt und in Aufführungen nachgestellt. Heute wird das Fest nicht mehr in Cusco selbst, sondern in einer ehemaligen Inkafestung nahe der Stadt, in Sacsayhuaman, zelebriert. Es dauert insgesamt sechs Tage und erreicht seinen Höhepunkt am 24. Juni.

In der vorangehenden Woche finden Folkstänze, Ausstellungen, Konzerte der besten Musiker Perus, bunte Märkte und andere Feierlichkeiten statt. Bei der Aufführung am 24. Juni gibt es eine lange Prozession der festlich und prächtig gekleideten Inkas und Priester über ein Meer aus Blumen, der oberste Priester ruft die Sonne an, es gibt rituelle Tänze und ein weißes Lama wird sehr realistisch geopfert. Die Menschen strömen nicht nur aus ganz Peru, sondern aus der ganzen Welt zu diesem einzigartigen Fest, sie versammeln sich auf Plätzen und in Straßen, essen und trinken, und feiern gemeinsam und ausgelassen das Sonnenfest.

Wenn Sie diese Feierlichkeiten unbedingt einmal hautnah erleben möchten, können Sie im kommenden Jahr mit dabei sein. Wir bringen Sie gerne dorthin, fragen Sie uns einfach nach Angeboten.

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Karibik Kuba Reiseberichte

Kuba – Rundreise im Land der Lebenskünstler

Was gibt es auf einer Rundreise durch Kuba zu entdecken? Es ist wohl das einzige Land der Welt, das es geschafft hat einen „tropischen Sozialismus“ so gewinnbringend zu vermarkten.
Vor allem charmant wirken die inzwischen mehr als nur leicht verfallenen Kolonialstädte Havanna, Trinidad und Santiago de Cuba.

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Faszinierende Orte Peru Südamerika

Colca Cañon – Heimat der Kondore

Der Colca Cañon ist eine beeindruckende Schlucht in Peru, die rund 100 km nördlich von Arequipa liegt.

Während der Grand Canyon einem schon mit einer Tiefe von ungefähr 1.800 Metern den Atem raubt, schafft der Colca Cañon dies an der tiefsten Stelle mit spektakulären mehr als 3.000 Metern. Die Landschaft des Cañon bietet Kondoren und Riesenkolibris ein Zuhause und somit ist die Chance, frühmorgens am Cruz del Condor einen Kondor mit einer Spannweite von 3 Metern zu Gesicht zu bekommen, der über den Rand des Cañon aufsteigt, sehr groß. Am besten lässt sich die Landschaft und das Panorama während einer Wanderung oder einer Rafting-Tour genießen.

Blick in den Colca Canyon (PromPeru, Juan Manuel Olivera)
Blick in den Colca Canyon (PromPeru, Juan Manuel Olivera)

Vor mehreren hundert Jahren wurden die oberen Hänge des Colca Cañon von Menschenhand zu Terrassen umstrukturiert, die von den heutigen Bewohnern für die Landbebauung genutzt werden. Eine bewundernswerte Konstruktion, die man sich bei einem Peru-Aufenthalt nicht entgehen lassen sollte.

Die Möglichkeit, den imposanten Colca Canyon zu besuchen, vom Aussichtspunkt Cruz del Condor einen Einblick in die Tiefen des Canyons zu erhalten und den morgendlichen Gleitflug des »Königs der Anden«, des Kondors zu bewundern, haben Sie auf vielen unserer Reisen, unter anderem Magie der Anden, Auf den Spuren der Inkas und vielen anderen.

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Belize Faszinierende Orte Karibik Mittelamerika

Das Blue Hole in Belize

Das Blue Hole (das Blaue Loch), ein Naturwunder knapp 80 Kilometer östlich von Belize City gelegen, gehört zum Lighthouse Reef von Belize. Dieses ist mit einer Länge von rund 300 Kilometern das zweitgrößte Korallenriff der Welt – nach dem Great Barrier Reef in Australien. Seit 1996 ist es UNESCO-Welterbe. 2009 wurde es außerdem in die Liste des gefährdeten Weltnaturerbes aufgenommen.

Vor mehreren zehntausend Jahren war das Blue Hole eine Höhle, die noch über dem Wasser lag. Irgendwann stürzte diese ein, der Meeresspiegel stieg an und das Land versank im Meer. Heute misst das Blaue Loch eine Tiefe von 125 und einen Durchmesser von 274 Metern. Betrachtet man das Blaue Loch von oben, aus einem Flugzeug heraus, erkennt man es deutlich: Ein dunkler, fast kreisrunder Fleck hebt sich deutlich vom restlichen Wasser ab

Das Blue Hole gehört zu den beliebtesten Tauch-Spots der Karibik, ist aber nur für geübte Taucher geeignet, die sich trauen weit in die Tiefen des unterirdischen Höhlensystems vorzudringen. Bei einem solchen Tauchgang bieten sich in ca. 35 Metern Tiefe faszinierende Blicke auf die enormen Stalaktiten an den Wänden – Zeugen vergangener Tage, als die Höhle noch nicht unter dem Meeresspiegel lag und kalkhaltiges Wasser von der Decke herabtropfte. Schon ab ungefähr 30 Metern Tiefe ist das Blue Hole finster.

Oder sehen Sie sich diese Videos an: Gehen Sie auf Tauchgang oder Überfliegen Sie das Gebiet (englisch).

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Faszinierende Orte Kolumbien Südamerika

Cartagena de Indias

Die erste Siedlung wurde 1533 von Pedro de Heredia gegründet. Zur besseren Unterscheidung vom spanischen Namenspatron der Stadt erhielt sie erst den Zusatz „Cartagena de Poniente“ (des Westens) und später „Cartagena de Indias“ (der Indien).

Seit ihrer Gründung war die Stadt ein sehr bedeutender Hafen in der Karibik. Früher verließen hier Gold und Silber die Neue Welt und wurden Richtung Spanien und Europa verschifft. Damals wurde eine Befestigungsmauer errichtet, um die Schifffahrt und den Sklavenhandel zu beschützen. Der Reichtum der Stadt ließ sie nämlich mehrfach zum Ziel von Piratenüberfällen werden. 1544, 1560 und 1586 wurde sie von den Freibeutern des legendären Sir Francis Drake verwüstet.

Auch heute noch ist Cartagena ein überaus interessanter Flecken Erde: Jedes Jahr kommen Touristen, um die koloniale Vergangenheit des Ortes zu entdecken, sein Nachtleben zu erkunden und das angenehme Wetter zu genießen. Seit 1984 gehört Cartagena zum UNESCOWeltkulturerbe.

© Diana Quintero

Ein exzellenter Ausgangspunkt für eine Tour durch die Stadt ist die Casa de Marqués Valdehoyos, in der Straße Calle Factoría, da es beispielhaft zeigt, wie Cartagena früher aussah. Außerdem bietet die Touristen-Information im Inneren Straßen- und Stadtkarten und erteilt Auskünfte.
Las Bóvedas sind Kerker, die ursprünglich für militärischen Zwecke erbaut worden waren und heute Boutiquen und Touristen-Läden behausen. Das Castillo de San Felipe de Barajas ist die größte zahlreicher Festungen, die man zum Schutz der Stadt vor Piratenangriffen gebaut hatte. Unbedingt sollten Sie das Tunnelsystem, das der Versorgung und Evakuierung der Festung diente, gesehen haben.

Auch die Kathedrale Cartagena, deren Bau 1575 begonnen wurde, ist vor allem aufgrund ihres Verteidigungscharakters sehenswert. Die Iglesia de Santo Domingo wurde seit der Kolonialzeit wenig verändert. Wie die Kathedrale wurde auch die älteste Kirche der Stadt errichtet, um sich vor Eindringlingen zu schützen.

Das Museo de Oro y Arqueloguía auf dem Plaza Bolívar zeigt eine Sammlung von Gold- und Töpferwaren der Sinú. Der Palacio de la Inquisicíon, ein Beispiel kolonialer Architektur,  befindet sich auf dem gleichen Platz. Im Inneren werden Folterinstrumente ausgestellt.

Kathedrale Santa Catalina de Alejandria in Cartagena (© PROEXPORT COLOMBIA)
Kathedrale Santa Catalina de Alejandria in Cartagena (© PROEXPORT COLOMBIA)

Vom Kloster Convento de la Popa aus können Sie atemberaubende Aussichten auf Cartagena genießen – ganz besonders bei Sonnenuntergang. Früher ebenfalls zu Verteidigungszwecken genutzt, beherbergt das Kloster heute ein Museum und die Kapelle der „Virgen de la Candelaria“ (Maria Reinigung), Cartagenas Schutzpatronin.

In den neueren Stadtteilen Bocagrande und El Laguito findet man gehobenere Hotels, Restaurants und moderne Geschäfte. In der ganzen Stadt gibt es unzählige Clubs, in denen die ganze Nacht durchgetanzt wird.

Interessantes über Cartagena der Indias finden Sie hier: Kurzportrait der Stadt.

Der wohl schönsten Kolonialstadt an der Karibikküste sollte man auf jeden Fall einen Besuch abstatten. Überzeugen Sie sich selbst von der Schönheit dieser Karibikperle auf unseren Kolumbien-Reisen: Kolumbien – Kaffeearoma und KaribikfeelingKolumbien-Rundreise und vielen anderen.

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Argentinien Südamerika

Mendoza – Stadt des Weinbaus

Mendoza ist die Hauptstadt der gleichnamigen Provinz in Argentinien und hat mitsamt aller Vororte rund 1,1 Millionen Einwohner. Auf 707 Metern gelegen, ist die hübsche Stadt trotz des eher trockenen Klimas vor allem für seinen Weinbau bekannt, was durch ein ausgeklügeltes System an künstlichen Bewässerungsanlagen ermöglicht wird.

Mendoza - Weinbau (© Staatssekretariat für Tourismus der Republik Argentinien)
Mendoza – Weinbau (©visitargentina)

Die Landschaft bietet besonders für Wanderer, Trecker und Reiter eine perfekte Anlaufstelle, aber durch die vier hindurchfließenden Flüsse auch für Wassersportbegeisterte. Wer hier ein paar Tage verbringt, sollte jedoch nicht nur dem Abenteuer-Tourismus nachgehen, sondern auch das Natureservat Villavicencio besucht haben, um die große Vielfalt der Tierwelt zu genießen wie beispielsweise die Berglöwen und -pumas.

Panorama in Puente del Inca (© Staatssekretariat für Tourismus der Republik Argentinien)
Panorama in Puente del Inca (©visitargentina)

Eine weitere Sehenswürdigkeit ist die “Puente del Inka” (Brücke des Inkas), welche in dem gleichnamigen Ort in der Provinz Mendoza zu finden ist und nicht, wie der Name vermuten lässt, von Inkas erbaut wurde, sondern sich durch Erosion natürlich gebildet hat.

Ein Besuch in Mendoza während einer Argentinien-Reise ist einfach immer eine Reise wert und wird mit vielen faszinierenden Eindrücken in Flora und Fauna und einem erlebnisreichen Aufenthalt belohnt.

Einen Abstecher in die Provinz Mendoza wird auf folgenden Reisen gemacht: Argentinien: Von Mendoza nach Salta auf der Routa 40 und Weinreise Argentinien.

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Faszinierende Orte Kolumbien Südamerika Venezuela

Das Fluss-System des Orinoco

Das FlussSystem des Orinoco wird von über 200 Zuflüssen gespeist und ist eines der größten Südamerikas. Er ist weit über 2.000 km lang und entspringt ungefähr an der Süd-Grenze Venezuelas mit Brasilien. Von dort aus fließt er erst nach Westen, dann, wo die Grenze Venezuelas mit Kolumbien verläuft, nach Norden und anschließend nach Osten/Nordosten gen Atlantik. Der Orinoco ist zu einem großen Teil schiffbar. Bei San Rafael de Barrancas schwillt der Fluss während der Regenzeit, die von April bis Oktober/November dauert, auf eine Breite von bis zu 22 km und eine Tiefe von 100 Metern an.

Ein Großteil der Ureinwohner Venezuelas leben am Orinoco. Die wichtigsten sind die Guaica (Waica), auch bekannt als die Guaharibo, und die Maquiritare (Makiritare) im südlichen Hochland, die Warrau (Warao) im Delta, sowie die Guahibo und Yaruro in den Llanos.

Kind auf Pferd am Orinoco
Kind auf Pferd am Orinoco

Das Orinoco-Delta erstreckt sich über eine Fläche von mehr als 30.000 Quadratkilometer und reicht über ca. 275 km an der Atlantikküste entlang. Das Delta ist riesig und besteht aus einem einzigen, weit verzweigten Labyrinth von Flussläufen. Das Gebiet ist dünn besiedelt, traditionell sind die Pfahlbauten der Warao-Indianer, die seit vielen Generationen an den Flussläufen und –ufern des Orinocos leben. Das Klima ist tropisch und feucht-heiß.

Die Landflächen des Orinoco- Deltas sind dicht bewaldet. Das Delta ist sehr reich an Papageien, Tukanen, Hoatzinvögel und Kaimane. Die Wasserwege unterliegen einem steten Wandel. Je nach Wassermenge sind die Inseln größer oder kleiner. Die Hauptverkehrswege sind gut befahrbar und nicht zugewachsen. Die Neben-Kanäle allerdings, wo es teils auch Mangroven gibt, können völlig überwuchert und undurchdringlich sein.

Video von National Geographic (englisch)

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Ecuador Reiseziele Südamerika

Quito: Kulturhauptstadt und Welterbe

Erstes Weltkulturerbe

1978 wurde Quito, die Hauptstadt Ecuadors, zum Weltkulturerbe ernannt – und war somit die erste Stadt, die von der UNESCO auf diese Liste gesetzt wurde. Das hat die Stadt ihrem wunderschönen, kolonialen Altstadtkern zu verdanken, der als der größte, best erhaltene und am wenigsten beeinträchtigte Amerikas gilt und mehr als 130 monumentale Gebäude umfasst.