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Brasilien Südamerika

15.12.2015 – Bolo de maca – brasilianischer Apfelkuchen

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Weihnachten bedeutet unter anderem Kerzenlicht, Glühwein und vielerlei Schleckereien. Doch nicht alle Menschen lieben die unzähligen Plätzchen. Für diese Menschen haben wir eine leckere Alternative. Denn der brasilianische Apfelkuchen ist fruchtig und saftig.

Zutaten:

• 3 Tassen Mehl
• 1 Tasse Zucker
• 4 EL Rosinen
• 1 Prise Salz
• 5 mittelgroße Äpfel (gehackt)
• 4 EL Nüsse
• 1 EL Zimt
• 3 EL Margarine
• 1 EL Backpulver
• 4 Eier
• ½ Tasse Milch

Margarine auf kleiner Hitze zerlaufen lassen. Anschließend die zerlassene Margarine mit den anderen Zutaten vermischen, in eine gefettete Kastenform geben und für 30 – 40 Minuten bei 180 – 200°C backen.
Am Schluss können Sie den Apfelkuchen noch mit Puderzucker bestreuen und die brasilianische Leckerei genießen.

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Peru Südamerika

14.12.2015 – Wird eine Tradition untergehen…?

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Während keiner Zeit des Jahres spielen Traditionen so eine wichtige Rolle wie zur Weihnachtszeit. Doch von Jahr zu Jahr geraten immer wieder einige dieser von Generationen weitergegebenen Bräuche in Vergessenheit oder verlieren an Bedeutung.
In diesem Sinne möchten wir ihnen heute eine kleine peruanische Geschichte über eine Tradition erzählen, die in ganz Peru zwar noch sehr wichtig ist, jedoch neben anderen Weihnachtstraditionen unterzugehen droht.

Peruanische Krippe (© Andreas Gieschen)
Peruanische Krippe (© Andreas Gieschen)

Wie auch bei uns beginnt für die Peruaner die Vorweihnachtszeit mit dem 1. Advent. Doch damit fängt nicht nur die besinnliche Zeit des Jahres an, und sondern vor allem das große Schmücken der Häuser und das Herrichten der Weihnachtskrippen, die in Peru „El Nacimientos“ genannt werden. Die „El Nacimientos“ sind in Peru ein wichtiger Bestandteil der Weihnachtszeit. Weshalb die Menschen auch sehr großen Wert auf eine präzise und detailgetreue Darstellung Bethlehems und dessen Umgebung legen. Doch trotz der Genauigkeit fehlt in den Krippen bis zum Heiligen Abend das Wichtigste überhaupt. Denn wie in vielen anderen Gesellschaften wird auch in Peru das Christuskind erst am Weihnachtsabend in sein Strohbettchen gelegt.
Doch mit der Geburt des Jesuskindes hat das Weihnachtsfest in Peru noch nicht seinen Höhepunkt erreicht. Neben dem großen Festmahl, das es erst Mitten in der Nacht gibt, wird Weihnachten auch mit einem großen Feuerwerk gefeiert. Das und die sommerlichen Temperaturen lassen Weihnachten zu einem ganz anderen Erlebnis werden, als wir es im dunklen und winterlichen Mitteleuropa gewohnt sind.
Doch zurück zu den Krippen: wie vieles andere, sind auch nach Peru weitere Bräuche aus Amerika und Europa hinübergeschwappt. Weihnachtsbäume, Lametta und Kunstschnee finden nun auch ihren Weg in peruanische Haushalte. Wir hoffen aber, dass sich die wirklich tollen Krippen dennoch behaupten können und nicht, wie schon so mancher befürchtet, als Tradition untergehen.

Abschließend haben Sie hier die Möglichkeit dem Blog von Andreas Gieschen einen Besuch abzustatten: http://www.tuxpi-volunteering.com/

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Allgemein Chile Südamerika

12.12.2015 – Cola de Mono – der weihnachtliche “Affenschwanz”

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Wie in den anderen Ländern Südamerikas, hat Weihnachten auch in Chile eine besondere Bedeutung, da der Großteil der Bevölkerung vom katholischen Glauben geprägt ist. Zur Weihnachtsdekoration gehört neben einem Christbaum, der meist in Form eines buntgeschmückter Plastikbaumes in den Wohnzimmern der Häuser steht, auch eine aufwendige Krippe, die das Christuskind in Mitten von Ochs und Eseleien darstellt. Auf den Straßen und in den Schaufenstern ist alles weihnachtlich dekoriert, Erwachsene und Kinder tragen festliche Kleidung bei 30° Grad im Hochsommer und nicht selten werden am Weihnachtstag selbst die letzten Geschenke gekauft.
Ist der letzte Stress überstanden, beginnt der gemütliche Teil des Weihnachtstages. Denn wie die meisten Menschen besuchen die Chilenen am Heiligen Abend die Mitternachtsmesse. Doch bevor es in die Mitternachtsmesse geht, gibt es ein festliches Weihnachtsmahl, das aus einer Vielzahl traditioneller Gerichte besteht. So gibt es als Süßspeise beispielsweise „Pan de Pascua“, ein Weihnachtsbrot, das unserem Christstollen ähnelt. Zu Trinken gibt es dazu zum Beispiel “Cola de Mono”, was übersetzt “Affenschwanz” heißt und aus Milch, Vanille, Zucker und Pisco hergestellt wird.
Doch wie kam das Getränk überhaupt zu diesem seltsamen Namen? Eine Geschichte zur Namengebung des Getränks besagt, dassim Jahr 1900 Pedro Montt die Präsidentschaftswahlen gegen Germán Riesco verlor und das nur aufgrund eines sehr geringen Vorsprungs. Dieser knappe Vorsprung wurde dann als “Cola de Montt” (Schwanz des Montt) bezeichnet. Riesco mischte zum Anstoßen auf seiner Siegesfeier ein Getränk aus Milch, Zucker, Weinbrand, Kaffee und Zimt und gab diesem den Namen “Cola de Montt”. Mit der Zeit wurde daraus dann allerdings “Cola de Mono” (Affenschwanz). Bis heute ist es der beliebteste Cocktail in Chile, besonders zur Weihnachtszeit.

Falls Sie jetzt Lust auf den Cola de Mono mit den weihnachtlichen Zutaten bekommen haben, dann probieren Sie ihn doch einfach mal selber aus! Es geht ganz einfach:

0,5 l Pisco (alternativ Wodka oder weißer Rum)
1,5 l Milch
1 Tasse starker Kaffee
2 Gewürznelken
1 Zimtstange
1 Vanilleschote
Zucker nach Belieben
1 Prise Muskat

Zunächst den Zucker, Vanille, Zimt und Nelken in die Milch einrühren und das
Ganze kurz aufkochen. Danach die Milch abkühlen lassen und den Kaffee
dazugeben. Alles noch mal rund fünf Minuten ziehen lassen und dann den Pisco
dazugeben. Mit einer Prise Muskat würzen. Anschließend die Zimtstange, die
Vanilleschote und die Nelken entfernen und servieren. Wer möchte, kann den
Cocktail auch mit Eis trinken. Bei Bedarf einfach nachsüßen. Salud!

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Bolivien Südamerika

10.12.2015 – Der bolivianische Weihnachtstanz

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Den Brauch der Heiligen Drei Könige, die mit Hilfe des Sterns von Bethlehem zum Jesuskind geführt wurden, kennt jeder von uns. Denn nach altem Brauch werden in Deutschland die Häuser der Menschen jedes Jahr am Epiphanienfest von den Sternsingern gesegnet.
Auf unserer Suche nach schönen Weihnachtstraditionen aus Lateinamerika sind wir in Bolivien auf einen Brauch gestoßen, der dem jährlichen Besuch der Sternsinger sehr ähnelt.
So kommt es, dass die Städte und Dörfer jedes Jahr zur Vorweihnachtszeit mit Weihnachtsliedern, den sogenannten „Villancicos“ und mit Tanz erfüllt werden. Dabei ist es wie bei uns ein alter Brauch, dass jedes Jahr eine Gruppe von Kindern singend und tanzend von Haus zu Haus und zu den Krippen zieht. Auf diese Weise drücken die Bolivianer ihre Ehrfurcht vor dem Christuskind aus. Denn nach alter, indigener Tradition wird alles Göttliche mit Tanz und Gesang verehrt.
So kommt es, das Bolivien in der Vorweihnachtszeit von einem bunten und fröhlichen Treiben durchflutet wird, wobei wieder einmal deutlich wird, wie gut die Bevölkerung Lateinamerikas ihre indigenen Traditionen mit christlichen Bräuchen vereint hat und so eine ganz besondere Art der Verehrung entsteht.

Hier ein kleiner Einblick:

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Chile Südamerika

08.12.2015 – A las Doce de la Noche – traditionelle Weihnachtsklänge aus Chile

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A las Doce de la Noche ist ein traditionelles Weihnachtslied aus Chile und gehört zu den “Villancicos de Navidad“, die die chilenischen Familien an Weihnachten singen.

 

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Allgemein Brasilien Südamerika

07.12.2015 – Hausgemachter Weihnachtszauber

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„Alle Jahre wieder…“ Weihnachten steht vor der Tür und man weiß nicht, was man Schönes verschenken soll. Doch das ist ab heute vorbei, denn mit folgendem Rezept verschenken Sie Samba aus dem Glas!
Bei diesem hausgemachten Weihnachtszauber handelt es sich um einen brasilianischen Kaffeelikör, der mit seiner Mischung jeden umhaut!

Zutaten:
• 4 Esslöffel brasilianische Kaffeebohnen
• 350 gr. extrafeinen Zucker
• 0,5 Stück Vanilleschotenschale
• 2 Stück Orangen/ Apfelsinen
• 750 ml trockenen Rotwein
• 125 ml weißen Rum

Zunächst müssen Sie die Orangen hauchdünn schälen und anschließend geben Sie alle Zutaten inklusive der Orangenschalen in ein Gefäß und lassen das Gemisch 2 Tage unter regelmäßigem Umrühren stehen. Nach den 2 Tagen füllen Sie den Likör in schöne Flaschen ab und fertig ist der hausgemachte Weihnachtszauber.

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Brasilien Südamerika

06.12.2015 – Eine Weihnachtswerkstatt der anderen Art

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Nein, bei dieser Weihnachtswerkstatt handelt es sich nicht um die Weihnachtswerkstatt des Weihnachtsmannes, die man aus vielen Geschichten kennt und in der die vielen Weihnachtselfen die Wünsche der Kinder aus aller Welt herstellen und verpacken.
Bei dieser Weihnachtswerkstatt handelt es sich um die Schule „ Colégro de Nossa Sentiora dos Anjos“ im Nordosten Brasiliens, die sich jedes Jahr und mit großer Freude auf das bevorstehende Weihnachtsfest vorbereitet. In diesem Sinne wird das komplette Schulgebäude von Schülern und Lehrern weihnachtlich dekoriert. Im Eingangsbereich gibt es einen großen Adventskranz, es gibt musikalische Einlagen und sogar der Unterricht wird auf die Adventszeit ausgerichtet. So beschäftigen die Lehrer ihr Schützlinge mit Aufgaben wie beispielsweise dem Schreiben von Weihnachtsbotschaften.
Mit diesen Aufgaben wollen die Lehrer der “Colégro de Nossa Sentiora dos Anjos”-Schule ihre Schüler zum Nachdenken, Vorbereiten und Orientieren ermutigen. Denn wie eine Lehrerin erklärt, geht es bei der Vertiefung des Advents nicht nur um die Freude der Vorweihnachtszeit, sondern vor allem um die Symbolik der Steigerung. Eine Steigerung, die weltweit gerne mit einem Adventskalender verbildlicht wird. Doch mit der Vertiefung des Advents will die Schule ihren Schützlingen verdeutlichen, dass auch das Leben immer wieder Steigungen, Höhepunkte und eventuell ein kleines Wunder haben kann.
Wir finden die brasilianische Weihnachtswerkstatt einfach zauberhaft und hoffen, dass diese schöne Weise, die Kinder aufs Leben vorzubereiten, noch lange so existiert.

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Bolivien Südamerika

05.12.2015 – La picana de Navidad – das bolivianische Weihnachtsmahl

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Braten, Würstchen oder doch lieber Raclette? Kaum steht das Weihnachtsfest vor der Tür, stellt sich auch schon die Frage nach dem perfekten Familienessen. Es gibt zwar so viel Auswahl, aber trotzdem setzen wir Menschen jedes Jahr auf die traditionellen Gerichte.
Doch wie wäre es mal mit einem traditionellen Gericht aus einem anderen Land wie beispielsweise die Picana aus Bolivien?

Falls wir nun Ihre kulinarische Neugier geweckt haben, haben wir hier das Rezept für die Picana!

Zutaten:
• 1/2 kg Kalbsbrust
• 1/2 kg Schweinerippe
• 1/2 kg Huhn
• 200 ml Weißwein
• 200 ml Bier
• 2 Zwiebeln
• 2 Möhren
• 2 Rüben
• 400 g Bohnen (grün)
• Knoblauch, Chilischoten, Rosinen, Lorbeerblätter, Salz, Pfeffer, Kümmel
• 2 Maiskolben
• 6 Kartoffeln

Zubereitung:
Zu aller erst müssen Sie das Fleisch in kleine Stücke schneiden und es für ca. 2 Stunden in einer Mischung aus Wein und Bier ruhen lassen. Währenddessen können Sie schon einmal anfangen, das Gemüse klein zu schneiden. Ist die Schnippel-Arbeit getan, können Sie das Fleisch aus seinem zweistündigen Alkoholbad nehmen und schön anbraten. Anschließend werden das Fleisch und das Gemüse in einer Marinade gekocht, mit Gewürzen verfeinert und mit gekochten, aufgeschnittenen Maiskolben und Kartoffeln serviert.

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Brasilien Südamerika

04.12.2015 – Ein schwimmender Weihnachtsbaum

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Egal auf welchem Kontinent der Erde man lebt, das Schmücken des Weihnachtsbaums ist ein wichtiges Ritual, auf das fast keiner verzichten will.
So ist es auch in Brasilien, dem bevölkerungsreichsten Land Südamerikas, wo Weihnachten in den Hochsommer fällt. So findet man in vielen brasilianischen Städten, wie beispielsweise in Rio, verschiedenste und sehr kreative Varianten des geschmückten Baumes. In Rio wird auf dem Stadtsee, dem Lagoa Rodrigo de Freitas, jährlich der größte schwimmende Weihnachtsbaum aufgestellt. Dieser ist mit bunten Lichtern geschmückt und ragt 80 Meter in die Höhe. Es handelt sich allerdings nicht um einen echten Baum, sondern um eine geschmückte Stahlkonstruktion. Am Weihnachtsabend wird hier sowie in vielen Städten Brasiliens ein großartiges Feuerwerk gezündet.
Das traditionelle Festmahl in Brasilien an Heiligabend findet, wie in so vielen Ländern Südamerikas, um Mitternacht im Kreise der Familie statt. Doch vor dem festlichen Essen gehen viele Einheimische noch in die Christ- und insbesondere Mitternachtsmesse. Das Weihnachtsessen besteht aus gebratener Pute, die mit Kastanien, Innereien und Maniokmehl gefüllt ist. Aber auch Brathähnchen, Gerichte aus Kabeljau und Schweinelende werden häufig serviert. Die Beilagen bestehen meist aus Kartoffeln, Reis und Salaten. Als krönender Abschluss ist der “Arme Ritter” sehr beliebt. Bei dieser Nachspeise handelt es sich um Weißbrotscheiben, die in einer Mischung aus Milch, Eier, Zucker und Vanille eingeweicht und in Butterschmalz gebacken wird. Zudem gibt es häufig Feigen, Süßigkeiten, Rosinen, Mandeln und vieles mehr. Dazu wird Bier, Champagner oder Wein getrunken.
Erst nach Mitternacht folgt dann die Bescherung. Die Brasilianer besitzen einen ähnlichen Glauben an den Weihnachtsmann wie die Nordamerikaner. Viele Kinder stellen deshalb Schuhe bereit, in die Papai Noel (der brasilianische Weihnachtsmann) die Geschenke legt.
Am nächsten Tag werden üblicherweise Freunde und Verwandte besucht. Gereicht werden dann die Reste des Weihnachtsessens und es wird fröhlich weiter gefeiert.

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Bolivien Südamerika

02.12.2015 – Was der Hahn mit Weihnachten zu tun hat

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„Oh du fröhliche…“ die Weihnachtszeit steht wieder vor der Tür und somit die besinnliche, unbeschwerte und manchmal ein bisschen stressige Zeit. Wir backen Plätzchen, besorgen Geschenke für unsere Liebsten und schmücken unser Heim für die Geburt Christi.
Doch die Weihnachtszeit ist nicht nur eine Zeit der Unbeschwertheit und Besinnlichkeit. Sie ist auch eine Zeit, in der die Menschen großen Wert auf Traditionen legen, welche von Generation zu Generation weiter getragen werden.
Angesichts dessen haben wir uns die Frage gestellt, wie Menschen aus anderen Ländern die Vorweihnachtszeit eigentlich verbringen und haben uns auf die Suche nach den schönsten Weihnachtstraditionen in Lateinamerika gemacht und sind auf folgenden, nicht ganz unbekannten Brauch gestoßen.
Bei der Tradition von der wir sprechen, handelt es sich um das Errichten von Krippen, die bei dem bolivianischen Weihnachtsfest in keinem Haus fehlen darf. Bei diesen Krippen handelt es sich meistens um aus buntem Papier gebastelte Landschaften, in welche das Christkindchen gebettet ist.
Ist die Krippe mit ihrer Farbenpracht errichtet, wenden sich die Menschen in Bolivien der Vorbereitung des Weihnachtsessen zu. Denn in einem der ärmsten Länder der Welt ist es für die Menschen das schönste Geschenk, die Zeit mit der Familie zu verbringen und mit allen zusammen das traditionelle Weihnachtsessen zu genießen.
Wenn dann der große Tag gekommen ist und alle Vorbereitungen abgeschlossen sind, ist es Zeit sich auf den Weg zur heiligen Messe, der „Misa de Gallo“ oder auch Messe des Hahns zu machen. Doch warum Messe des Hahns?
Die Bezeichnung der Messe kommt von einer Legende, die besagt, dass der Hahn als Erster die Geburt des Erlösers angekündigt hat.
So kommt es, dass man in Bolivien seit jeher den Hahn als Verkünder der Geburt Christi verehrt und mit der Misa de Gallo in den Weihnachtsabend hineinfeiert.