
Vamos Vamos Pastorcitos ist ein äußerst beliebtes “Villancicos” aus Argentinien. Villancicos de Navidad sind Weihnachtslieder und versüßen die Zeit vor Weihnachten.

Vamos Vamos Pastorcitos ist ein äußerst beliebtes “Villancicos” aus Argentinien. Villancicos de Navidad sind Weihnachtslieder und versüßen die Zeit vor Weihnachten.

Die Weihnachtszeit ist für die Mädchen in Kolumbien eine ganz besondere Zeit. Denn neben dem Weihnachtsfest, das zusammen mit der Familie und Freunden zelebriert wird, gibt es in vielen Gemeinden eine sehr nette Tradition.
Nach dieser Tradition wird jedes Jahr um die Weihnachtszeit eine „Weihnachtskönigin“ gewählt. Die aufgestellten Mädchen bereiten sich schon lange im Voraus vor. Denn die Weihnachtskönigin soll nicht nur wie eine Königin aussehen, im Gegenteil, sie soll vor allem ihr soziales Engagement beweisen, indem sie sich ein kleines Wahlprogramm überlegt, das vor allem Kindern mit Problemen zugute kommen soll.
So kommt es, dass sich die Weihnachtskönigin für ein ganzes Jahr um Kinder der Gemeinde kümmert, die nichts zu essen haben oder zu arm sind, um in die Schule gehen zu können. Dabei arbeitet sie eng mit Lehrern und Pfarrern zusammen.
Wir finden, dass diese Tradition, welche den Schwächsten Hilfe bietet und den Weihnachtszauber mit Hilfe der Weihnachtskönigin über das ganze Jahr trägt, ein sehr schöner Brauch ist!

Das Weihnachtfest steht vor der Tür, doch irgendwas fehlt. Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich um eine geliebte Person handelt oder um eine altehrwürdige Tradition, die man im Weihnachtsstress komplett vergessen hat. Ohne diese Personen oder Dinge ist das Weihnachtsfest schlichtweg nicht das, was es ist.
Auch auf unserer Suche nach den verschiedensten Weihnachtsbräuchen in Lateinamerika sind wir auf eine Tradition gestoßen, ohne die das Weihnachtfest in Mexiko nicht komplett ist.
Bei diesem besonderen Brauch handelt es sich um das Schlagen der Piñata, der schon zu Zeiten der Azteken existierte und bis heute noch existiert. Zu Zeiten der Azteken wurde das Gefäß, das in ähnlicher Form von dem Entdecker Marco Polo aus China nach Europa gebracht wurde, am Geburtstag des Kriegsgottes Huitzilopochtil an einem Pfosten aufgehängt. In dem Gefäß waren Gaben, die dem Gott durch das Zerschlagen durch menschliche Hand zu seinen Füßen fielen.
Wie sieht eine traditionelle Piñata überhaupt aus?
Traditionell handelt es sich bei der Piñata um ein rundes Gefäß mit sieben hornartigen Ausbeulungen. Diese Hörner sollen der Legende nach die sieben Todsünden darstellen: Hochmut, Geiz, Wollust, Zorn, Völlerei, Neid und Faulheit. Heutzutage werden die Piñatas aber nicht mehr aus Ton hergestellt, sondern aus Pappmaché.
So schlagen die Menschen aus Mexiko jedes Jahr an Weihnachten eine Piñata, um das Böse, das das Gefäß verkörpern soll, zu zerschlagen und zunichte zu machen. So beginnt für die Bevölkerung Mexikos am Heiligen Abend eine Zeit ohne Böses. Mit verbundenen Augen, was den Glauben symbolisieren soll, wird mit einem Stock, der die Kraft symbolisiert, die Gott gibt, auf die Piñata eingeschlagen, bis sie aufbricht und die enthaltenen Süßigkeiten herabregnen.

Während keiner Zeit des Jahres spielen Traditionen so eine wichtige Rolle wie zur Weihnachtszeit. Doch von Jahr zu Jahr geraten immer wieder einige dieser von Generationen weitergegebenen Bräuche in Vergessenheit oder verlieren an Bedeutung.
In diesem Sinne möchten wir ihnen heute eine kleine peruanische Geschichte über eine Tradition erzählen, die in ganz Peru zwar noch sehr wichtig ist, jedoch neben anderen Weihnachtstraditionen unterzugehen droht.

Wie auch bei uns beginnt für die Peruaner die Vorweihnachtszeit mit dem 1. Advent. Doch damit fängt nicht nur die besinnliche Zeit des Jahres an, und sondern vor allem das große Schmücken der Häuser und das Herrichten der Weihnachtskrippen, die in Peru „El Nacimientos“ genannt werden. Die „El Nacimientos“ sind in Peru ein wichtiger Bestandteil der Weihnachtszeit. Weshalb die Menschen auch sehr großen Wert auf eine präzise und detailgetreue Darstellung Bethlehems und dessen Umgebung legen. Doch trotz der Genauigkeit fehlt in den Krippen bis zum Heiligen Abend das Wichtigste überhaupt. Denn wie in vielen anderen Gesellschaften wird auch in Peru das Christuskind erst am Weihnachtsabend in sein Strohbettchen gelegt.
Doch mit der Geburt des Jesuskindes hat das Weihnachtsfest in Peru noch nicht seinen Höhepunkt erreicht. Neben dem großen Festmahl, das es erst Mitten in der Nacht gibt, wird Weihnachten auch mit einem großen Feuerwerk gefeiert. Das und die sommerlichen Temperaturen lassen Weihnachten zu einem ganz anderen Erlebnis werden, als wir es im dunklen und winterlichen Mitteleuropa gewohnt sind.
Doch zurück zu den Krippen: wie vieles andere, sind auch nach Peru weitere Bräuche aus Amerika und Europa hinübergeschwappt. Weihnachtsbäume, Lametta und Kunstschnee finden nun auch ihren Weg in peruanische Haushalte. Wir hoffen aber, dass sich die wirklich tollen Krippen dennoch behaupten können und nicht, wie schon so mancher befürchtet, als Tradition untergehen.
Abschließend haben Sie hier die Möglichkeit dem Blog von Andreas Gieschen einen Besuch abzustatten: http://www.tuxpi-volunteering.com/

Kennen Sie folgendes Szenario: man schlendert in der Vorweihnachtszeit durch die Geschäfte der Einkaufsstraßen und Shoppingmalls und in jedem zweiten Geschäft sind die Kleiderstanden voll mit den kitschigsten Weihnachtsklamotten, die mit Rentieren oder Schneemännern geschmückt sind.
Auch auf unserer Suche nach den schönsten Weihnachtstraditionen in Lateinamerika sind wir an dem Phänomen Weihnachtsmode nicht vorbeigekommen. Doch im Gegensatz zu der Mode, die wir bei uns in den Geschäften finden, handelt es sich bei folgendem Modebrauch um eine traditionelle und sehr tiefgründige Variante der Weihnachtsbekleidung.
Aber von was ist überhaupt die Rede? Die Rede ist von dem Brauch der „Weihnachtsmola“. Doch was ist überhaupt eine „Mola“? Im Allgemeinen wird als Mola die Nähkunst der Kuna-Indianer aus Panama bezeichnet. Dabei handelt es sich vor allem um ein meist rechteckiges Motivbild, das die traditionelle Welt mit der modernen Welt verbindet und nach Fertigstellung die Blusen der Indianerfrauen schmückt.
Doch an Fest- und Feiertagen werden ganz besondere Molas angefertigt. So beispielsweise auch zur Weihnachtszeit. Denn zu dieser besinnlichen Zeit stellen die Kuna-Frauen ausschließlich Molakunstwerke her, die die Geschichte von Maria und Joseph nach Bethlehem darstellen. So wollen die Kuna-Indianer die Offenheit und Empfänglichkeit der heutigen Menschheit versinnlichen.
Wir finden diesen Brauch aus Panama einfach wunderbar, denn die Symbolik der Kunstwerke lässt die Menschen nachdenken und prägt uns den eigentlichen Grund von Weihnachten ein.

Wie in den anderen Ländern Südamerikas, hat Weihnachten auch in Chile eine besondere Bedeutung, da der Großteil der Bevölkerung vom katholischen Glauben geprägt ist. Zur Weihnachtsdekoration gehört neben einem Christbaum, der meist in Form eines buntgeschmückter Plastikbaumes in den Wohnzimmern der Häuser steht, auch eine aufwendige Krippe, die das Christuskind in Mitten von Ochs und Eseleien darstellt. Auf den Straßen und in den Schaufenstern ist alles weihnachtlich dekoriert, Erwachsene und Kinder tragen festliche Kleidung bei 30° Grad im Hochsommer und nicht selten werden am Weihnachtstag selbst die letzten Geschenke gekauft.
Ist der letzte Stress überstanden, beginnt der gemütliche Teil des Weihnachtstages. Denn wie die meisten Menschen besuchen die Chilenen am Heiligen Abend die Mitternachtsmesse. Doch bevor es in die Mitternachtsmesse geht, gibt es ein festliches Weihnachtsmahl, das aus einer Vielzahl traditioneller Gerichte besteht. So gibt es als Süßspeise beispielsweise „Pan de Pascua“, ein Weihnachtsbrot, das unserem Christstollen ähnelt. Zu Trinken gibt es dazu zum Beispiel “Cola de Mono”, was übersetzt “Affenschwanz” heißt und aus Milch, Vanille, Zucker und Pisco hergestellt wird.
Doch wie kam das Getränk überhaupt zu diesem seltsamen Namen? Eine Geschichte zur Namengebung des Getränks besagt, dassim Jahr 1900 Pedro Montt die Präsidentschaftswahlen gegen Germán Riesco verlor und das nur aufgrund eines sehr geringen Vorsprungs. Dieser knappe Vorsprung wurde dann als “Cola de Montt” (Schwanz des Montt) bezeichnet. Riesco mischte zum Anstoßen auf seiner Siegesfeier ein Getränk aus Milch, Zucker, Weinbrand, Kaffee und Zimt und gab diesem den Namen “Cola de Montt”. Mit der Zeit wurde daraus dann allerdings “Cola de Mono” (Affenschwanz). Bis heute ist es der beliebteste Cocktail in Chile, besonders zur Weihnachtszeit.
Falls Sie jetzt Lust auf den Cola de Mono mit den weihnachtlichen Zutaten bekommen haben, dann probieren Sie ihn doch einfach mal selber aus! Es geht ganz einfach:
0,5 l Pisco (alternativ Wodka oder weißer Rum)
1,5 l Milch
1 Tasse starker Kaffee
2 Gewürznelken
1 Zimtstange
1 Vanilleschote
Zucker nach Belieben
1 Prise Muskat
Zunächst den Zucker, Vanille, Zimt und Nelken in die Milch einrühren und das
Ganze kurz aufkochen. Danach die Milch abkühlen lassen und den Kaffee
dazugeben. Alles noch mal rund fünf Minuten ziehen lassen und dann den Pisco
dazugeben. Mit einer Prise Muskat würzen. Anschließend die Zimtstange, die
Vanilleschote und die Nelken entfernen und servieren. Wer möchte, kann den
Cocktail auch mit Eis trinken. Bei Bedarf einfach nachsüßen. Salud!

„Ein Licht geht uns auf in der Dunkelheit, durchbricht die Nacht und erhellt die Zeit…“. In diesem Sinne möchten wir ihnen eine Anleitung zur Gestaltung einer mexikanischen Weihnachtslaterne geben, die Maria und Joseph auf ihrer Herbergssuche den Weg erhellen soll.
Für eine „Luminaria“, eine mexikanische Weihnachtslaterne, brauchen Sie folgende Materialien:
Materialien:
• 1 große dunkle Papiertüte
• spitze Schere
• Bleistift
• farbiges Transparentpapier
• Klebstoff
• Sand
• 1 Kerze
• Streichhölzer
Anleitung:
Zuerst müssen Sie den Henkel der Papiertüte abschneiden und auf die oberen zwei Drittel der Tüte weihnachtliche Formen wie beispielsweise Sterne oder anderes aufmalen und ausschneiden. Im zweiten Schritt müssen Sie von innen farbiges Transparentpapier auf die zuvor ausgeschnittenen Löcher kleben und den Sand zum Beschweren in die Tüte füllen. Nun eine Kerze in die Laterne stellen und fertig ist das Meisterwerk, das Maria und Joseph ihren Weg leuchtet.

A las Doce de la Noche ist ein traditionelles Weihnachtslied aus Chile und gehört zu den “Villancicos de Navidad“, die die chilenischen Familien an Weihnachten singen.

„Alle Jahre wieder…“ Weihnachten steht vor der Tür und man weiß nicht, was man Schönes verschenken soll. Doch das ist ab heute vorbei, denn mit folgendem Rezept verschenken Sie Samba aus dem Glas!
Bei diesem hausgemachten Weihnachtszauber handelt es sich um einen brasilianischen Kaffeelikör, der mit seiner Mischung jeden umhaut!
Zutaten:
• 4 Esslöffel brasilianische Kaffeebohnen
• 350 gr. extrafeinen Zucker
• 0,5 Stück Vanilleschotenschale
• 2 Stück Orangen/ Apfelsinen
• 750 ml trockenen Rotwein
• 125 ml weißen Rum
Zunächst müssen Sie die Orangen hauchdünn schälen und anschließend geben Sie alle Zutaten inklusive der Orangenschalen in ein Gefäß und lassen das Gemisch 2 Tage unter regelmäßigem Umrühren stehen. Nach den 2 Tagen füllen Sie den Likör in schöne Flaschen ab und fertig ist der hausgemachte Weihnachtszauber.

Nein, bei dieser Weihnachtswerkstatt handelt es sich nicht um die Weihnachtswerkstatt des Weihnachtsmannes, die man aus vielen Geschichten kennt und in der die vielen Weihnachtselfen die Wünsche der Kinder aus aller Welt herstellen und verpacken.
Bei dieser Weihnachtswerkstatt handelt es sich um die Schule „ Colégro de Nossa Sentiora dos Anjos“ im Nordosten Brasiliens, die sich jedes Jahr und mit großer Freude auf das bevorstehende Weihnachtsfest vorbereitet. In diesem Sinne wird das komplette Schulgebäude von Schülern und Lehrern weihnachtlich dekoriert. Im Eingangsbereich gibt es einen großen Adventskranz, es gibt musikalische Einlagen und sogar der Unterricht wird auf die Adventszeit ausgerichtet. So beschäftigen die Lehrer ihr Schützlinge mit Aufgaben wie beispielsweise dem Schreiben von Weihnachtsbotschaften.
Mit diesen Aufgaben wollen die Lehrer der “Colégro de Nossa Sentiora dos Anjos”-Schule ihre Schüler zum Nachdenken, Vorbereiten und Orientieren ermutigen. Denn wie eine Lehrerin erklärt, geht es bei der Vertiefung des Advents nicht nur um die Freude der Vorweihnachtszeit, sondern vor allem um die Symbolik der Steigerung. Eine Steigerung, die weltweit gerne mit einem Adventskalender verbildlicht wird. Doch mit der Vertiefung des Advents will die Schule ihren Schützlingen verdeutlichen, dass auch das Leben immer wieder Steigungen, Höhepunkte und eventuell ein kleines Wunder haben kann.
Wir finden die brasilianische Weihnachtswerkstatt einfach zauberhaft und hoffen, dass diese schöne Weise, die Kinder aufs Leben vorzubereiten, noch lange so existiert.