Venezuela hat viele Naturwunder zu bieten. Der Süden des Landes, das Hochland von Guyana, eine der ältesten Landschaften der Erde, ist eine einzigartige Tafelberg-Landschaft. Nirgends sonst auf der Welt gibt es so viele Tafelberge. In der Vorstellung der Ureinwohner, den in der Gran Savana heimischen Pemón-Indianern, sind die „Tepuis“, deren Spitzen oft in den Wolken verschwinden, die Heimat der Götter.
Tarija ist die südlichste Großstadt Boliviens, in der aufgrund der Lage am Rande der Anden meist mildes und damit angenehmes Klima herrscht. Abgesehen von den Monaten zwischen Dezember und Februar gibt es in der Hauptstadt des Departamento Tarija eher wenig Niederschlag.
Die Bevölkerungszahl von ca. 40 000 Einwohnern im Jahre 1976 hat sich bis ins Jahr 2010 verfünffacht. Das mag vielleicht vor allem daran liegen, das Tarija eine der modernsten Städte Boliviensist.
Als Urlauber sollte man sich hier auf keinen Fall die Kirche San Francisco aus dem Jahre 1606 sowie zahlreiche interessante Museen entgehen lassen. Aber vor allem die Sternwarte der Akademie der Wissenschaften in der Nähe der Stadt kann für Astronomiebegeisterte ein Ausflugsziel sein, da sie abends zu Planeten-, Mond- und auch Sternenbeobachtungen zur Verfügung steht. Spannend ist auch, dass sich hier Spuren von Dinosauriern längst vergangener Zeiten an paläontologischen Fundstätten finden lassen. Wer gerne idyllische Spaziergänge unternimmt, sollte hierfür die Traubenanbaugebiete Tarijas nutzen, die ein ganz besonderes und romantisches Flair ausstrahlen.
San Agustín ist eine Ausgrabungsstätte mit hunderten von Statuen unterschiedlicher Größe, Abbilder von Mensch und Tier. Diese Statuen markieren Grabstätten und sind Zeugen einer früheren Zivilisation, aus der Zeit vom 6. Jahrhundert v. Chr. bis zum 12. Jahrhundert n. Chr. Den Verstorbenen wurden Gold und Töpferwaren ins Grab gelegt.
Diese Gegend war wohl ein kulturelles Zentrum für mehrere indigene Gruppen, die verschwanden, ehe die Inkas kamen. Im Umkreis gibt es mehrere Stätten mit ähnlichen Skulpturen. Die wichtigste ist der archäologische Park von San Agustín, seit 1995 Weltkulturerbe der UNESCO.
Livingston, eine kleine guatemaltekische Stadt an der karibischen Küste, an der Mündung des Río Dulce gelegen, kann nur per Boot erreicht werden.
Auf dem Markt des Garifuna-Ortes geht es laut zu. Garifuna sind Nachfahren von Afrikanern und guatemaltekischer Mestizen. Sie sprechen neben ihrer eigenen Sprache auch Spanisch und Englisch. Die Wurzeln der Garifuna liegen in Nigeria. Als die Spanier einmal zwei Schiffe mit Sklaven von dort in die Neue Welt transportierten, erlitten sie vor St. Vincent Schiffbruch. Die Afrikaner vermischten sich mit den Einheimischen der Karibik-Insel. So entstand eine neue Kultur. Von St. Vincent wurden sie später von den Briten und Spaniern wieder weggebracht und gelangten schließlich über Umwege, z. B. Honduras und Belize, nach Guatemala und gründeten dort die Stadt Livingston.
Überall in der Stadt, die nur von Wasser und Dschungel umgeben ist, gibt es kleine Familienläden, die Snacks anbieten. Viele sagen, dass das Essen, das man in Livingston serviert bekommt, ein wahres Highlight in Guatemala ist. Auch sonst hebt sich Livingston vom Rest des zentralamerikanischen Kontinents ab – vor allem durch seinen karibisch anmutenden, sehr entspannten Alltag.
Wer Unterhaltung non-stop sucht, ist hier falsch. Wer entspannen, relaxen, die Menschen kennenlernen, ein bisschen singen und tanzen oder lecker essen und trinken will, ist hier hingegen gold-richtig!
Für einen Strandtag ist die Playa Blanca sehr zu empfehlen! In ungefähr einer Stunde gelangt man per Boot („lancha“) zum Ziel. Nur fünf Kilometer entfernt von Livingston liegt eine wunderschöne Ansammlung von Wasserfällen und natürlichen Schwimmbecken („Siete Altares“).
Um nach Livingston zu gelangen, gibt es zwei Möglichkeiten: Auf der Fähre (Fahrtzeit ca. 1,5 Stunden) oder mit einem Boot mit ca. 15 Sitzen (Fahrtzeit ca. 1,5 Stunden, inklusive Stopps zum Fotografieren).
Besondere Tipps:
Bei einem Strandspaziergang schmeckt die verrückte Kokosnuss (“coco loco”), ein Rum-Drink in einer frischen Kokosnuss, am besten.
Danach sollte man die kleinen Bars und Clubs im Ort erkunden.
Viele halten außerdem Maria im Tlingo Lingo für die beste Köchin in Livingston. Probieren Sie unbedingt das “tapado”, eine typische Garifuna-Suppe auf Kokos-Basis mit Meresfrüchten.
Entre Ríos („zwischen Flüssen“) ist eine argentinische Provinz im Nordosten dieses südamerikanischen Landes. Ihren Namen verdankt sie ihrer geographischen Lage zwischen dem Río Paraná, dem Río Uruguay, dem Río Guayquiraró und anderen kleineren. Oft wird diese Gegend auch als „Mesopotamien” Argentiniens bezeichnet. Der Hauptort dieses fast völlig flachen Landes heißt Paraná. Da die Ebene sehr fruchtbar ist, gehören die dortige Land- und Viehwirtschaft zu den ertragreichsten Argentiniens. Einst Heimat der Chanás, Guaraníes und Charruas, wurde die Provinz später insbesondere von europäischen Einwanderern geprägt, die ihr Glück in Südamerika suchten und dort landwirtschaftliche Kolonien gründeten. Am Río Uruguay findet man noch heute zahlreiche nette Kolonialstädtchen.
Das Biosphärenreservat Río Plátano liegt in Hondurasund beinhaltet einen der wenigen verbliebenen tropischen Regenwälder Zentralamerikas. Es erstreckt sich mit seinen ungefähr 830.000 Hektar am Río Plátano von der Nordostküste ins Innere des Landes bis auf eine Meereshöhe von über 1.300 Metern.
Hier finden sich Lagunen, Mangrovenwälder, Küstensavannen mit Sumpfpflanzen sowie Palmen und Tieflandkiefern. Der unberührte Lebensraum bietet einer Vielzahl von Tieren einen geeigneten Lebensraum. Aras, Pumas sowie Tapire nennen das Biosphärenreservat Río Plátano ihr Zuhause. Nur einige Tausend Menschen besiedeln dieses Gebiet, dabei handelt es sich um die indigenen Miskito, Pech, Tawahka und Garifuna, die hier die Möglichkeit sehen, ihren traditionellen Lebensweisen nachzugehen.
Neben der faszinierenden Flora und Fauna finden sich in dem Reservat archäologische Siedlungen der Maya sowie einiger anderer prähispanischer Kulturen, die einen Ausflug unvergesslich machen.
Die Stadt Temucoliegt im Süden Chiles und ist vor allem ein Zentrum der Mapuche. Unter den ca. 270.000 Einwohnern leben aber auch viele deutschsprachige Chilenen, womöglich weil das Klima dem deutschen sehr ähnelt. Mitunter weisen auch viele Firmenbezeichnungen auf die deutsche Sprache hin.
Insbesondere wer sich für Kunsthandwerk interessiert, ist auf dem Markt von Temuco gut aufgehoben. Aber auch Naturliebhaber kommen in dem rund 6 Hektar großen Zoologischen Garten mit den vielen Tierarten auf ihre Kosten. In der näheren Umgebung finden sich auch wundervolle ausgedehnte Seenlandschaften, die zu Wanderungen und Fahrradtouren einladen, sowie viele aktive Vulkane. 80 Kilometer von Temuco entfernt befindet sich der Conguillio Nationalpark, für den sich die Stadt ebenfalls als idealer Ausgangspunkt eignet.
La Ceiba ist eine Hafenstadt an der Karibikküste von Honduras und hat mehr als 200.000 Einwohner. Seinen Ursprung hat der Name der Stadt in einem riesigen Ceiba-Baum, der nahe dem Strand gelegen den Hafenarbeitern und auch der restlichen Bevölkerung Schatten spendete.
Gelegen zwischen dem bedeutenden Nationalpark Pico Bonito, dem Wildtierreservat Cuero y Salado und dem Meeresreservat Cayos Cochinos wird die Stadt als Hauptstadt des Ökotourismus bezeichnet. Und auch nicht unbegründet wird La Ceiba als Stadt des Vergnügens betitelt, da sie für ihr vielfältiges Nachtleben berühmt ist.
Aber auch zum Erholen am Strand ist La Ceiba ein geeignetes Plätzchen. Der idyllische Karibik-Strand lädt gerade dazu ein, gemütliche Stunden im Liegestuhl zu verbringen und einfach mal die Seele baumeln zu lassen.
Es gibt dementsprechend genügend Gründe, der freundlichen und genauso abwechslungsreichen Hafenstadt in Honduras einmal einen Besuch abzustatten.
Rund 35.000 Menschen leben in der Stadt Antigua, gelegen im zentralen Hochland Guatemalas. Einst war sie die Hauptstadt der spanischen Kolonien in Zentralamerika. Jedoch zerstörte ein Erdbeben im Juni 1773 die Stadt völlig, so dass diese neu aufgebaut werden musste. Es dauerte lange, bis sich die Stadt von dieser Katastrophe erholt hatte. Inzwischen wurde Antigua noch von einigen weiteren Naturkatastrophen heimgesucht, woran auch die Mischung aus Ruinen und liebevoll restaurierten Bürgerhäusern erinnert.
Jedoch ist vermutlich gerade dieses Stadtbild dafür verantwortlich, dass Antigua ein so beliebter Anlaufpunkt für Touristen geworden ist. Die historischen Gebäude, Denkmäler, Brunnen und Ruinen verleihen der Stadt etwas Einzigartiges. Aber auch die in Sichtweite liegenden Vulkane Agua, Fuego und Acatenango machen den Flair dieses symphatischen Kolonialstädtchens aus.
Popayán wurde 1537 am Fuße des Vulkans Puracé von Sebastián de Belalcázar gegründet. Zu Kolonialzeiten war die Stadt im Südwesten Kolumbiens, 646 km von Bogotá entfernt und auf dem Weg von Cartagena nach Quito (Ecuador) gelegen, ein wichtiges religiöses, wirtschaftliches und politisches Zentrum.
Das ganzjährig angenehme Klima der Stadt lockte zahlreiche Großgrundbesitzer an. Im 17. und 18. Jahrhundert entstanden daher viele Herrenhäuser, Schulen, Klöster und Kirchen. Die Spanier, die nach Popayán kamen, betrieben Land- und Viehwirtschaft, zum Teil auch Minenwirtschaft. Aus der Heimat brachten sie Tiere und Pflanzen, sowie Bilder und Schätze. So erklärt sich die prunkvolle Kolonialzeit der „Weißen Stadt“.
Der wirtschaftliche Glanz verflog irgendwann. Seine religiöse Bedeutung hat Popayán aber bis heute aufrechterhalten. Im Museum für Religiöse Kunst der Erzdiöse gibt es eine Sammlung von 12 Kunstwerken, die sich durch eine detailreiche Verarbeitung und den Reichtum an verwendeten Materialien, insbesondere von Edelsteinen kennzeichnet.
Die Karwoche, deren Prozessionen seit 2009 Teil des Meisterwerks des Mündlichen und Geistigen Welterbes der UNESCO sind, ist eine der wichtigsten Zeremonien. Alljährlich gibt es sechs Prozessionen: von Palmsonntag bis Karsamstag täglich eine. An den sog. Kleinen Prozessionen nehmen Kinder zwischen 6 und 12 Jahren teil. Außerdem gibt es ein Festival der Religiösen Musik.
Die “weiße Stadt” Popayan
Die Kirche von La Ermita ist die älteste der Stadt, in der Kirche von Santo Domingo gibt es ein Bildnis der Jungfrau von El Rosario, die Kirche von San Agustín ist heute eine Mädchenschule des Augustinerordens und die Kirche von San Francisco ist bekannt für ihre Seitenaltare. Weiterhin gibt es die Kirchen von La Compañía, San José, Belén, El Carmen, La Encarnación oder der Nonnen, die Basilika Nuestra Señora de la Asunción.
Das koloniale Stadtbild war bis 1983 intakt, als ein verherendes Erdbeben große Teile der Stadt zerstörte. In einem aufwändigen Projekt zum Wiederaufbau wurden die Gebäude damals wieder hergestellt.
Im Casa Museo Mosquera gibt es eine koloniale Kunstsammlung zu bestaunen. Nordöstlich von Popayán, in Silvia, findet jeden Dienstag ein traditioneller Markt der indigenen Gemeinschaft der Guambianos statt. Dort kann man landestypische Kleidung, Kunsthandwerk, sowie Obst und Gemüse kaufen.
Ganz in der Nähe liegt die archäologische Stätte von San Augustín, die wir Ihnen an einem anderen Montag vorstellen werden.