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Ecuador Südamerika

23.12.2015 – Auf dem Lama zur Kirche

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Weckt die Weihnachtszeit nicht in jedem von uns schöne Erinnerungen aus vergangenen Zeiten? Wie man in seiner Kindheit mit dem Schlitten die Hügel hinuntergerast ist, den Weihnachtsbaum mit den schönsten Christbaumkugeln geschmückt hat oder am Weihnachtsabend in die Christmette gegangen ist. Doch machen nicht auch genau diese Erinnerungen und die damit einhergehenden Traditionen, die man seit Kindestagen vorgelebt bekommt, dieses Fest so besonders?
Dabei gibt es so viele verschiedene Arten, das Weihnachtsfest zu würdigen und zu genießen. Eine wunderbare Art und Weise haben wir in Ecuador gefunden. Denn in Ecuador gibt es seit jeher eine ganz besondere Weihnachtsprozession. Diese Prozession besteht daraus, dass die Landarbeiter, die sogenannten „Campesinos“ am Weihnachtstag mit ihren buntgeschmückten und mit Nahrungsmitteln bepackten Lamas in die Andentäler ziehen. In den Tälern angekommen, betten die Menschen ihre mitgebrachten Güter in Krippen, die vor den Kirchen stehen, und bitten um den Segen Gottes für die Familie und die Tiere.
Nach diesem traditionellen Festzug beginnt ein großes Fest, bei dem die Menschen zusammen tanzen, singen und das Weihnachtsfest am Lagerfeuer mit einem gebratenen Lamm und unter dem funkelnden Sternenhimmel ausklingen lassen.
Wir finden, dass diese Tradition eine wunderbare Art ist, den Heiligen Abend zu feiern.

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Argentinien Südamerika

21.12.2015 – Vamos Vamos Pastorcitos – weihnachtliche Vorfreude aus Argentinien

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Vamos Vamos Pastorcitos ist ein äußerst beliebtes “Villancicos” aus Argentinien. Villancicos de Navidad sind Weihnachtslieder und versüßen die Zeit vor Weihnachten.

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Kolumbien Südamerika

20.12.2015 – Die Weihnachtskönigin

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Die Weihnachtszeit ist für die Mädchen in Kolumbien eine ganz besondere Zeit. Denn neben dem Weihnachtsfest, das zusammen mit der Familie und Freunden zelebriert wird, gibt es in vielen Gemeinden eine sehr nette Tradition.
Nach dieser Tradition wird jedes Jahr um die Weihnachtszeit eine „Weihnachtskönigin“ gewählt. Die aufgestellten Mädchen bereiten sich schon lange im Voraus vor. Denn die Weihnachtskönigin soll nicht nur wie eine Königin aussehen, im Gegenteil, sie soll vor allem ihr soziales Engagement beweisen, indem sie sich ein kleines Wahlprogramm überlegt, das vor allem Kindern mit Problemen zugute kommen soll.
So kommt es, dass sich die Weihnachtskönigin für ein ganzes Jahr um Kinder der Gemeinde kümmert, die nichts zu essen haben oder zu arm sind, um in die Schule gehen zu können. Dabei arbeitet sie eng mit Lehrern und Pfarrern zusammen.
Wir finden, dass diese Tradition, welche den Schwächsten Hilfe bietet und den Weihnachtszauber mit Hilfe der Weihnachtskönigin über das ganze Jahr trägt, ein sehr schöner Brauch ist!

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Argentinien Südamerika

18.12.2015 – Alfajores – süße Versuchung aus Argentinien

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Alfajores de Maizena

Heute wollen wir Ihnen mal wieder eine leckere Sünde aus Südamerika vorstellen, die Sie einfach nachmachen können und so Ihr eigenes Stück Argentinien zuhause haben. Alfajores sind sehr bekannte Plätzchen, die in Argentinien äußerst beliebt sind. Auch wenn es in dem Sinne keine Weihnachtsplätzchen sind, so schmecken sie natürlich dennoch auch im Dezember köstlich!

Alfajores
Alfajores ©visitargentina

Milchkonfitüre ist “Dulce de leche” oder “Manjar”. Mittlerweile gibt es diese Karamellcreme schon in einigen Supermärkten zu kaufen. Sie können aber auch einfach eine Konservendose mit gesüßter Kondensmilch in einem Topf voll Wasser eine Stunde kochen. Erst nach dem Abkühlen öffnen! 

Zutaten:

• 250 g Maisstärke
• 200 g Mehl
• ½ TL Natron
• 2 TL Backpulver
• 150 g Zucker
• 200 g Margarine
• 3 Eigelb
• 1 EL Vanille-Extrakt
• 1 EL Cognac
• Zitronenschale einer Zitrone
• Milchkonfitüre

Die Maisstärke, das Mehl, das Natron und das Backpulver mischen. Anschließend die Margarine, den Zucker und das Eigelb verrühren und den Cognac, das Vanilleextrakt und die Zitronenschale dazugeben.
Daraufhin können Sie die zähe Masse ausrollen, mit einem runden Ausstecher ausstechen und für 10 bis 15 Minuten bei 180° C backen. Sind die gebackenen Plätzchen ausgekühlt, werden sie auf einer Seite mit der Milchkonfitüre bestrichen und zusammengeklappt, sodass die Milchkonfitüre in der Mitte zweier Plätzchen ist. Abschließend werden – wenn gewünscht – die fertigen Plätzchen am Rand mit Kokosflocken bestreut und fertig ist der argentinische Traum.

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Kolumbien Länderinformationen Südamerika

17.12.2015 – Lichterglanz – Ein Land erstrahlt im Kerzenschein

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Wie viele kleine Sternchen funkeln die Kerzen und Laternen in den Straßen und Hauseingängen Kolumbiens. Denn sobald es dunkel wird, erstrahlen am 7. Dezember alle Dörfer und Städte im goldenen Schein abertausender Lichter, die die Menschen durch die „Noche de las velitas“, übersetzt die Nacht der Kerzen, geleitet.
Die „Noche de las velitas“ ist eine wichtige kolumbianische Tradition, denn das Fest, das sozusagen das Pendant zum europäischen Nikolausfest ist, kündigt in Kolumbien den Beginn der Weihnachtszeit an.
So kommt es, dass die Kolumbianer ihre Straßen, Hauseingänge und Balkone jedes Jahr aufs Neue für die „Noche de las Velitas“ mit vielen Kerzen und wunderschön verzierten Laternen schmücken. Ist es dann endlich dunkel, zünden die Familien ihre Lichter an, um der Jungfrau Maria den Weg zu den Häusern zu weisen, damit sie diese segnen kann. Wurden alle Lichter angezündet, genießen die Menschen im Kreise der Familie ein ausgiebiges Mahl und machen sich im Anschluss auf den Weg, die Straßen der Nachbarschaft zu bestaunen und um den Beginn der Weihnachtszeit zu feiern.

Das  Video gibt einen Einblick in diese ganz besondere Nacht:

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Brasilien Südamerika

15.12.2015 – Bolo de maca – brasilianischer Apfelkuchen

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Weihnachten bedeutet unter anderem Kerzenlicht, Glühwein und vielerlei Schleckereien. Doch nicht alle Menschen lieben die unzähligen Plätzchen. Für diese Menschen haben wir eine leckere Alternative. Denn der brasilianische Apfelkuchen ist fruchtig und saftig.

Zutaten:

• 3 Tassen Mehl
• 1 Tasse Zucker
• 4 EL Rosinen
• 1 Prise Salz
• 5 mittelgroße Äpfel (gehackt)
• 4 EL Nüsse
• 1 EL Zimt
• 3 EL Margarine
• 1 EL Backpulver
• 4 Eier
• ½ Tasse Milch

Margarine auf kleiner Hitze zerlaufen lassen. Anschließend die zerlassene Margarine mit den anderen Zutaten vermischen, in eine gefettete Kastenform geben und für 30 – 40 Minuten bei 180 – 200°C backen.
Am Schluss können Sie den Apfelkuchen noch mit Puderzucker bestreuen und die brasilianische Leckerei genießen.

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Peru Südamerika

14.12.2015 – Wird eine Tradition untergehen…?

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Während keiner Zeit des Jahres spielen Traditionen so eine wichtige Rolle wie zur Weihnachtszeit. Doch von Jahr zu Jahr geraten immer wieder einige dieser von Generationen weitergegebenen Bräuche in Vergessenheit oder verlieren an Bedeutung.
In diesem Sinne möchten wir ihnen heute eine kleine peruanische Geschichte über eine Tradition erzählen, die in ganz Peru zwar noch sehr wichtig ist, jedoch neben anderen Weihnachtstraditionen unterzugehen droht.

Peruanische Krippe (© Andreas Gieschen)
Peruanische Krippe (© Andreas Gieschen)

Wie auch bei uns beginnt für die Peruaner die Vorweihnachtszeit mit dem 1. Advent. Doch damit fängt nicht nur die besinnliche Zeit des Jahres an, und sondern vor allem das große Schmücken der Häuser und das Herrichten der Weihnachtskrippen, die in Peru „El Nacimientos“ genannt werden. Die „El Nacimientos“ sind in Peru ein wichtiger Bestandteil der Weihnachtszeit. Weshalb die Menschen auch sehr großen Wert auf eine präzise und detailgetreue Darstellung Bethlehems und dessen Umgebung legen. Doch trotz der Genauigkeit fehlt in den Krippen bis zum Heiligen Abend das Wichtigste überhaupt. Denn wie in vielen anderen Gesellschaften wird auch in Peru das Christuskind erst am Weihnachtsabend in sein Strohbettchen gelegt.
Doch mit der Geburt des Jesuskindes hat das Weihnachtsfest in Peru noch nicht seinen Höhepunkt erreicht. Neben dem großen Festmahl, das es erst Mitten in der Nacht gibt, wird Weihnachten auch mit einem großen Feuerwerk gefeiert. Das und die sommerlichen Temperaturen lassen Weihnachten zu einem ganz anderen Erlebnis werden, als wir es im dunklen und winterlichen Mitteleuropa gewohnt sind.
Doch zurück zu den Krippen: wie vieles andere, sind auch nach Peru weitere Bräuche aus Amerika und Europa hinübergeschwappt. Weihnachtsbäume, Lametta und Kunstschnee finden nun auch ihren Weg in peruanische Haushalte. Wir hoffen aber, dass sich die wirklich tollen Krippen dennoch behaupten können und nicht, wie schon so mancher befürchtet, als Tradition untergehen.

Abschließend haben Sie hier die Möglichkeit dem Blog von Andreas Gieschen einen Besuch abzustatten: http://www.tuxpi-volunteering.com/

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Allgemein Chile Südamerika

12.12.2015 – Cola de Mono – der weihnachtliche “Affenschwanz”

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Wie in den anderen Ländern Südamerikas, hat Weihnachten auch in Chile eine besondere Bedeutung, da der Großteil der Bevölkerung vom katholischen Glauben geprägt ist. Zur Weihnachtsdekoration gehört neben einem Christbaum, der meist in Form eines buntgeschmückter Plastikbaumes in den Wohnzimmern der Häuser steht, auch eine aufwendige Krippe, die das Christuskind in Mitten von Ochs und Eseleien darstellt. Auf den Straßen und in den Schaufenstern ist alles weihnachtlich dekoriert, Erwachsene und Kinder tragen festliche Kleidung bei 30° Grad im Hochsommer und nicht selten werden am Weihnachtstag selbst die letzten Geschenke gekauft.
Ist der letzte Stress überstanden, beginnt der gemütliche Teil des Weihnachtstages. Denn wie die meisten Menschen besuchen die Chilenen am Heiligen Abend die Mitternachtsmesse. Doch bevor es in die Mitternachtsmesse geht, gibt es ein festliches Weihnachtsmahl, das aus einer Vielzahl traditioneller Gerichte besteht. So gibt es als Süßspeise beispielsweise „Pan de Pascua“, ein Weihnachtsbrot, das unserem Christstollen ähnelt. Zu Trinken gibt es dazu zum Beispiel “Cola de Mono”, was übersetzt “Affenschwanz” heißt und aus Milch, Vanille, Zucker und Pisco hergestellt wird.
Doch wie kam das Getränk überhaupt zu diesem seltsamen Namen? Eine Geschichte zur Namengebung des Getränks besagt, dassim Jahr 1900 Pedro Montt die Präsidentschaftswahlen gegen Germán Riesco verlor und das nur aufgrund eines sehr geringen Vorsprungs. Dieser knappe Vorsprung wurde dann als “Cola de Montt” (Schwanz des Montt) bezeichnet. Riesco mischte zum Anstoßen auf seiner Siegesfeier ein Getränk aus Milch, Zucker, Weinbrand, Kaffee und Zimt und gab diesem den Namen “Cola de Montt”. Mit der Zeit wurde daraus dann allerdings “Cola de Mono” (Affenschwanz). Bis heute ist es der beliebteste Cocktail in Chile, besonders zur Weihnachtszeit.

Falls Sie jetzt Lust auf den Cola de Mono mit den weihnachtlichen Zutaten bekommen haben, dann probieren Sie ihn doch einfach mal selber aus! Es geht ganz einfach:

0,5 l Pisco (alternativ Wodka oder weißer Rum)
1,5 l Milch
1 Tasse starker Kaffee
2 Gewürznelken
1 Zimtstange
1 Vanilleschote
Zucker nach Belieben
1 Prise Muskat

Zunächst den Zucker, Vanille, Zimt und Nelken in die Milch einrühren und das
Ganze kurz aufkochen. Danach die Milch abkühlen lassen und den Kaffee
dazugeben. Alles noch mal rund fünf Minuten ziehen lassen und dann den Pisco
dazugeben. Mit einer Prise Muskat würzen. Anschließend die Zimtstange, die
Vanilleschote und die Nelken entfernen und servieren. Wer möchte, kann den
Cocktail auch mit Eis trinken. Bei Bedarf einfach nachsüßen. Salud!

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Bolivien Südamerika

10.12.2015 – Der bolivianische Weihnachtstanz

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Den Brauch der Heiligen Drei Könige, die mit Hilfe des Sterns von Bethlehem zum Jesuskind geführt wurden, kennt jeder von uns. Denn nach altem Brauch werden in Deutschland die Häuser der Menschen jedes Jahr am Epiphanienfest von den Sternsingern gesegnet.
Auf unserer Suche nach schönen Weihnachtstraditionen aus Lateinamerika sind wir in Bolivien auf einen Brauch gestoßen, der dem jährlichen Besuch der Sternsinger sehr ähnelt.
So kommt es, dass die Städte und Dörfer jedes Jahr zur Vorweihnachtszeit mit Weihnachtsliedern, den sogenannten „Villancicos“ und mit Tanz erfüllt werden. Dabei ist es wie bei uns ein alter Brauch, dass jedes Jahr eine Gruppe von Kindern singend und tanzend von Haus zu Haus und zu den Krippen zieht. Auf diese Weise drücken die Bolivianer ihre Ehrfurcht vor dem Christuskind aus. Denn nach alter, indigener Tradition wird alles Göttliche mit Tanz und Gesang verehrt.
So kommt es, das Bolivien in der Vorweihnachtszeit von einem bunten und fröhlichen Treiben durchflutet wird, wobei wieder einmal deutlich wird, wie gut die Bevölkerung Lateinamerikas ihre indigenen Traditionen mit christlichen Bräuchen vereint hat und so eine ganz besondere Art der Verehrung entsteht.

Hier ein kleiner Einblick:

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Chile Südamerika

08.12.2015 – A las Doce de la Noche – traditionelle Weihnachtsklänge aus Chile

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A las Doce de la Noche ist ein traditionelles Weihnachtslied aus Chile und gehört zu den “Villancicos de Navidad“, die die chilenischen Familien an Weihnachten singen.