Heute wollen wir ihnen einen ganz besonderen See in den bolivianischen Anden vorstellen, der mit seinem roten Wasser weltbekannt ist und Jahr für Jahr tausende Touristen anlockt.
Bei der Laguna Colorada, oder auch “gefärbte Lagune“, handelt es sich um einen 60 km² großen See, der sich neben zwei anderen Seen im südlichen Teil des bolivianischen Altiplanos – genauer gesagt im Nationalpark “Eduardo Avaroa” erstreckt. Neben dem roten See, der seinen Namen aufgrund der außergewöhnlichen Wasserfarbe hat, liegen die Seen Laguna Verde und Laguna Blanca, welche ebenfalls faszinierende Farben aufweisen.
Nun ist es wieder soweit: Nachdem wir Ihnen in den letzten 24 Tagen im Rahmen unseres Adventskalenders viel über die verschiedensten Weihnachtstraditionen in Südamerika erzählt haben, wollen wir Ihnen heute wieder einmal eine indigene Volksgruppe vorstellen.
Bei dem indigenen Volk handelt es sich um die Ureinwohner von Tocantins. Trocantins ist ein im Norden von Brasilien gelegener Bundesstaat, der die Heimat von ca. 6.000 Indianern ist.
Weckt die Weihnachtszeit nicht in jedem von uns schöne Erinnerungen aus vergangenen Zeiten? Wie man in seiner Kindheit mit dem Schlitten die Hügel hinuntergerast ist, den Weihnachtsbaum mit den schönsten Christbaumkugeln geschmückt hat oder am Weihnachtsabend in die Christmette gegangen ist. Doch machen nicht auch genau diese Erinnerungen und die damit einhergehenden Traditionen, die man seit Kindestagen vorgelebt bekommt, dieses Fest so besonders? Dabei gibt es so viele verschiedene Arten, das Weihnachtsfest zu würdigen und zu genießen. Eine wunderbare Art und Weise haben wir in Ecuador gefunden. Denn in Ecuador gibt es seit jeher eine ganz besondere Weihnachtsprozession. Diese Prozession besteht daraus, dass die Landarbeiter, die sogenannten „Campesinos“ am Weihnachtstag mit ihren buntgeschmückten und mit Nahrungsmitteln bepackten Lamas in die Andentäler ziehen. In den Tälern angekommen, betten die Menschen ihre mitgebrachten Güter in Krippen, die vor den Kirchen stehen, und bitten um den Segen Gottes für die Familie und die Tiere. Nach diesem traditionellen Festzug beginnt ein großes Fest, bei dem die Menschen zusammen tanzen, singen und das Weihnachtsfest am Lagerfeuer mit einem gebratenen Lamm und unter dem funkelnden Sternenhimmel ausklingen lassen. Wir finden, dass diese Tradition eine wunderbare Art ist, den Heiligen Abend zu feiern.
Vamos Vamos Pastorcitos ist ein äußerst beliebtes “Villancicos” aus Argentinien. Villancicos de Navidad sind Weihnachtslieder und versüßen die Zeit vor Weihnachten.
Die Weihnachtszeit ist für die Mädchen in Kolumbien eine ganz besondere Zeit. Denn neben dem Weihnachtsfest, das zusammen mit der Familie und Freunden zelebriert wird, gibt es in vielen Gemeinden eine sehr nette Tradition. Nach dieser Tradition wird jedes Jahr um die Weihnachtszeit eine „Weihnachtskönigin“ gewählt. Die aufgestellten Mädchen bereiten sich schon lange im Voraus vor. Denn die Weihnachtskönigin soll nicht nur wie eine Königin aussehen, im Gegenteil, sie soll vor allem ihr soziales Engagement beweisen, indem sie sich ein kleines Wahlprogramm überlegt, das vor allem Kindern mit Problemen zugute kommen soll. So kommt es, dass sich die Weihnachtskönigin für ein ganzes Jahr um Kinder der Gemeinde kümmert, die nichts zu essen haben oder zu arm sind, um in die Schule gehen zu können. Dabei arbeitet sie eng mit Lehrern und Pfarrern zusammen. Wir finden, dass diese Tradition, welche den Schwächsten Hilfe bietet und den Weihnachtszauber mit Hilfe der Weihnachtskönigin über das ganze Jahr trägt, ein sehr schöner Brauch ist!
Wie viele kleine Sternchen funkeln die Kerzen und Laternen in den Straßen und Hauseingängen Kolumbiens. Denn sobald es dunkel wird, erstrahlen am 7. Dezember alle Dörfer und Städte im goldenen Schein abertausender Lichter, die die Menschen durch die „Noche de las velitas“, übersetzt die Nacht der Kerzen, geleitet. Die „Noche de las velitas“ ist eine wichtige kolumbianische Tradition, denn das Fest, das sozusagen das Pendant zum europäischen Nikolausfest ist, kündigt in Kolumbien den Beginn der Weihnachtszeit an. So kommt es, dass die Kolumbianer ihre Straßen, Hauseingänge und Balkone jedes Jahr aufs Neue für die „Noche de las Velitas“ mit vielen Kerzen und wunderschön verzierten Laternen schmücken. Ist es dann endlich dunkel, zünden die Familien ihre Lichter an, um der Jungfrau Maria den Weg zu den Häusern zu weisen, damit sie diese segnen kann. Wurden alle Lichter angezündet, genießen die Menschen im Kreise der Familie ein ausgiebiges Mahl und machen sich im Anschluss auf den Weg, die Straßen der Nachbarschaft zu bestaunen und um den Beginn der Weihnachtszeit zu feiern.
Das Video gibt einen Einblick in diese ganz besondere Nacht:
Weihnachten bedeutet unter anderem Kerzenlicht, Glühwein und vielerlei Schleckereien. Doch nicht alle Menschen lieben die unzähligen Plätzchen. Für diese Menschen haben wir eine leckere Alternative. Denn der brasilianische Apfelkuchen ist fruchtig und saftig.
Zutaten:
• 3 Tassen Mehl • 1 Tasse Zucker • 4 EL Rosinen • 1 Prise Salz • 5 mittelgroße Äpfel (gehackt) • 4 EL Nüsse • 1 EL Zimt • 3 EL Margarine • 1 EL Backpulver • 4 Eier • ½ Tasse Milch
Margarine auf kleiner Hitze zerlaufen lassen. Anschließend die zerlassene Margarine mit den anderen Zutaten vermischen, in eine gefettete Kastenform geben und für 30 – 40 Minuten bei 180 – 200°C backen. Am Schluss können Sie den Apfelkuchen noch mit Puderzucker bestreuen und die brasilianische Leckerei genießen.
Während keiner Zeit des Jahres spielen Traditionen so eine wichtige Rolle wie zur Weihnachtszeit. Doch von Jahr zu Jahr geraten immer wieder einige dieser von Generationen weitergegebenen Bräuche in Vergessenheit oder verlieren an Bedeutung. In diesem Sinne möchten wir ihnen heute eine kleine peruanische Geschichte über eine Tradition erzählen, die in ganz Peru zwar noch sehr wichtig ist, jedoch neben anderen Weihnachtstraditionen unterzugehen droht.
Wie auch bei uns beginnt für die Peruaner die Vorweihnachtszeit mit dem 1. Advent. Doch damit fängt nicht nur die besinnliche Zeit des Jahres an, und sondern vor allem das große Schmücken der Häuser und das Herrichten der Weihnachtskrippen, die in Peru „El Nacimientos“ genannt werden. Die „El Nacimientos“ sind in Peru ein wichtiger Bestandteil der Weihnachtszeit. Weshalb die Menschen auch sehr großen Wert auf eine präzise und detailgetreue Darstellung Bethlehems und dessen Umgebung legen. Doch trotz der Genauigkeit fehlt in den Krippen bis zum Heiligen Abend das Wichtigste überhaupt. Denn wie in vielen anderen Gesellschaften wird auch in Peru das Christuskind erst am Weihnachtsabend in sein Strohbettchen gelegt. Doch mit der Geburt des Jesuskindes hat das Weihnachtsfest in Peru noch nicht seinen Höhepunkt erreicht. Neben dem großen Festmahl, das es erst Mitten in der Nacht gibt, wird Weihnachten auch mit einem großen Feuerwerk gefeiert. Das und die sommerlichen Temperaturen lassen Weihnachten zu einem ganz anderen Erlebnis werden, als wir es im dunklen und winterlichen Mitteleuropa gewohnt sind. Doch zurück zu den Krippen: wie vieles andere, sind auch nach Peru weitere Bräuche aus Amerika und Europa hinübergeschwappt. Weihnachtsbäume, Lametta und Kunstschnee finden nun auch ihren Weg in peruanische Haushalte. Wir hoffen aber, dass sich die wirklich tollen Krippen dennoch behaupten können und nicht, wie schon so mancher befürchtet, als Tradition untergehen.
Abschließend haben Sie hier die Möglichkeit dem Blog von Andreas Gieschen einen Besuch abzustatten: http://www.tuxpi-volunteering.com/
Den Brauch der Heiligen Drei Könige, die mit Hilfe des Sterns von Bethlehem zum Jesuskind geführt wurden, kennt jeder von uns. Denn nach altem Brauch werden in Deutschland die Häuser der Menschen jedes Jahr am Epiphanienfest von den Sternsingern gesegnet. Auf unserer Suche nach schönen Weihnachtstraditionen aus Lateinamerika sind wir in Bolivien auf einen Brauch gestoßen, der dem jährlichen Besuch der Sternsinger sehr ähnelt. So kommt es, dass die Städte und Dörfer jedes Jahr zur Vorweihnachtszeit mit Weihnachtsliedern, den sogenannten „Villancicos“ und mit Tanz erfüllt werden. Dabei ist es wie bei uns ein alter Brauch, dass jedes Jahr eine Gruppe von Kindern singend und tanzend von Haus zu Haus und zu den Krippen zieht. Auf diese Weise drücken die Bolivianer ihre Ehrfurcht vor dem Christuskind aus. Denn nach alter, indigener Tradition wird alles Göttliche mit Tanz und Gesang verehrt. So kommt es, das Bolivien in der Vorweihnachtszeit von einem bunten und fröhlichen Treiben durchflutet wird, wobei wieder einmal deutlich wird, wie gut die Bevölkerung Lateinamerikas ihre indigenen Traditionen mit christlichen Bräuchen vereint hat und so eine ganz besondere Art der Verehrung entsteht.
A las Doce de la Noche ist ein traditionelles Weihnachtslied aus Chile und gehört zu den “Villancicos de Navidad“, die die chilenischen Familien an Weihnachten singen.