Chile – das sind 4.300 Kilometer von Nord nach Süd und eine durchschnittliche Breite von 190 Kilometern. Diese besonderen Maße tauften es zum längsten Land der Welt. Wer hierhin eine Reise plant, dann wohl in erster Linie, weil er durch die Atacamawüste, den Torres del Paine Nationalpark oder auf der Osterinsel wandern möchte. Doch die Berge auf Schneepisten hinunter gleiten?
Haben Sie schon mal einen Winter in Chile oder Argentinien erlebt? Wir möchten Ihnen gerne Tipps und Anregungen liefern, welche Sportaktivitäten sich in dieser Zeit besonders anbieten und welche Events stattfinden.
In Patagonien finden jährlich viele verschiedene Events statt, die unzählige Besucher anlocken. Die Jahresdurchschnittstemperatur beträgt dort etwa 6,5°C.
Desto weiter man in den Süden reist, desto niedriger sind die Temperaturen.
Eines dieser Events ist die sogenannte Winter Aysen Challenge, welche einzigartig in Südamerika und daher sehr populär ist. Es müssen Aufgaben wie Trekking, Mountainbiken und Kajakfahren so schnell wie möglich zusammen mit der eigenen Gruppe bewältigt werden. Die Teams müssen jedoch physisch und psychisch in ausgezeichneter Verfassung sein und alle notwendigen Ausrüstungen mit dabei haben, um an dieser Challenge teilzunehmen, denn die Wetterbedingungen in Aysen sind oftmals sehr rau. Die Temperaturen können zwischen -15 und -5°C schwanken! Fehler darf man sich hier nicht erlauben, wenn man gewinnen will.
Ein weiteres Highlight in dieser Region ist das Patagonia Fest im El Fraile Ski Center. Dort finden Workshops statt, zu denen alle Ski- und Snowboardfahrer eingeladen sind, um Tipps und Tricks über Freestyle zu lernen. Am Ende der Workshops müssen sie ihr neu erlerntes Wissen unter Beweis stellen und vorführen.
Dieses Jahr, Ende September, findet das sogenannte Tetra Coyhaique-Rennen statt. Mit diesem Event wird alljährlich die Winter-Saison in Aysen, Patagonien beendet und der “World Tourism Day” zelebriert. Um das Rennen erfolgreich zu bestreiten, muss ein Weg mit Skiern, dem Mountainbike und einem Kayak zurückgelegt werden. Hat man dies geschafft, so steht noch ein 13km-Lauf bevor. Wie auch bei allen anderen Events steht jedoch der Spaß und das Zusammensein im Vordergrund. Es lohnt sich, einmal dabei gewesen zu sein.
Argentinien steht Chile aber in nichts nach. Auch dieses wunderschöne Land weiß, wie man einen Winter aufregend gestaltet.
Bereits seit 1970 findet jährlich das National Snow Festival in San Carlos de Bariloche, einer atemberaubenden Stadt am Fuße der Anden, statt. Jedes Jahr werden viele verschiedene Ski-und Snowboardwettkämpfe am Mount Catedral organisiert, um den Einheimischen und Touristen ein spektakuläres Erlebnis zu ermöglichen. Auch Après-Ski, mit Schokoladeverkostungen, Cocktail-Wettkämpfen, Live-Musik und beeindruckenden Feuerwerken darf dabei nicht fehlen.
In Cerro Catedral, knapp 20km von Bariloche entfernt, befindet sich eines der größten und bedeutendsten Wintersportzentren Südamerikas. Pro Jahr zieht es dort von weltweit ca. 1 Mio. Menschen hin, denn das Zentrum ist das ganze Jahr über geöffnet. Die atemberaubende Panoramablick zum Nahuel Huapi See und zu den schneebedeckten Anden verzaubert die Einheimischen und Touristen immer wieder aufs Neue.
Fast 500km nördlich von Santiago liegt der kleine Ort Caleta Pan de Azúcar mit seinem beeindruckenden gleichnamigen 44.000 ha großen Nationalpark. Caleta ist eine kleine Siedlung von Fischerleuten, die sich des lokalen Tourismus angenommen haben. Früher wurde hier Kupfer verarbeitet und verschifft. Heute besteht die Siedlung noch aus ein paar kleinen Fischerhütten, in denen man auch essen und picknicken kann.
Die Atacama-Wüste liegt im trockenen Norden Chiles und gilt als einer der trockensten Orte der Welt. In der Wüste befindet sich der Nationalpark “Huasco” mit seinem faszinierenden Salzsee etwa 180 km östlich von der Stadt Iquique. Der leuchtende Salzsee ist von Vulkanen umgeben und befindet sich auf einer Höhe von ca. 3.700m über dem Meerespiegel.
Eines der beliebtesten Weinparadiese der Welt findet sich in Chile – das Colchagua-Tal. Die gleichnamige Provinz liegt in der Region del Libertador General Bernardo O’Higgins ca. 50 km südlich von Santiago de Chile und besitzt rund 208.000 Einwohner. Jährlich zieht das 20.000 Hektar große “Weintal” um die 150.000 Besucher und Weinliebhaber an.
Eine rote Lagune, umgeben von gelben und grünen sprudelnden Seen – dieser Ort sprüht nur so von Mystik. Und tatsächlich ist die rote Lagune, die auf einer Höhe von 3500m in Nordchile liegt, ein Jahrhunderte lang gut behütetes Geheimnis der Bewohner des kleinen Städtchens Mamiña.
Ich habe während meiner vielen Reisen nach Lateinamerika schon so manches Tolle gesehen und erlebt, aber einer der absoluten Höhepunkte war – und wird wohl immer bleiben – die dreitägige Tour vom bolivianischen Uyuni über die Grenze zu Chile bis nach San Pedro de Atacama.
Gegen Mittag startete ich zusammen mit einigen anderen Reisenden aus aller Welt voll freudiger Erwartung in Uyuni. Unser erstes Ziel war der Salar de Uyuni, einer der größten Salzseen der Erde. Welch unendliche Weite an weißem Salz! Auf dem Weg über den Salar – das Salz ist so fest, dass sogar Lastwagen darauf fahren können – passierten wir ein Hotel, das komplett aus Salz erbaut ist. Am frühen Nachmittag kamen wir zur Isla de Pescadores. Auf dieser Insel mitten im weißen Nichts wachsen riesige Kakteen, von denen ein Teil sogar blühte. Wenn man auf den höchsten Punkt der Insel hinaufsteigt, hat man einen fantastischen Blick auf die Kakteen im Vordergrund, dahinter der strahlend weiße Salzsee und am Horizont die Berggipfel der Anden.
Nachdem wir uns von diesem Anblick losreißen konnten, ging es weiter noch ein Stück über den Salar und anschließend in das kleine Dorf San Juan, wo wir übernachteten. Das Dorf liegt mitten in der Wüste, umgeben von Vulkanen und um das Dorf herum weiden Lamaherden. Hier konnten wir abends den immer wieder unglaublichen Sternenhimmel bewundern, der uns Mitteleuropäern fast unwirklich vorkommt.
Isla de Pescadores
Der nächste Tag stand ganz im Zeichen der faszinierenden Landschaft des Altiplano. Tolle Vulkane, kleinere Salare, schroffe Felsformationen und farbenprächtige Lagunen mit zahllosen Flamingos ergaben immer wieder tolle Fotomotive und Ausblicke. Höhepunkt ist die Laguna Colorada, an der wir dann auch unser zweites Nachquartier aufschlugen. Das Wasser dieser Lagune ist rot gefärbt durch die in ihr lebenden Mikroorganismen. Die dazwischen liegenden weißen Salzflächen erzeugen einen tollen Farbkontrast. Hier war wieder gucken und genießen angesagt!
Am nächsten Morgen hieß es schon um 4:00 aufstehen – aber es lohnte sich! Wir fuhren zum Thermalgebiet Sol de Mañana, wo aus unzähligen Löchern im Boden heißer Dampf aufsteigt – mit der aufgehenden Sonne im Hintergrund mal wieder eine Augenweide. Anschließend ging es weiter zu den Termas de Chalviri, eine etwa badewannenwarme Thermalquelle. Ein Genuss, nach dem kalten Morgen in dem warmen Wasser zu liegen! Das nächste und letzte Ziel auf der Tour war die Laguna Verde, vorbei an in allen Farben schillernden Bergen. Die Laguna ist aufgrund der in ihr gelösten Kupfersedimente grün gefärbt und spiegelt den dahinter liegenden Vulkan Licancabur. Wieder mal ein spektakulärer Anblick! Nun ging es noch weiter nach San Pedro de Atacama, wo diese wirklich empfehlenswerte Tour endet.
Wenn auch Sie nun Lust auf Bolivien bekommen haben, empfehlen wir beispielsweise die Reise Aus allen Perspektiven
Das Tapatifest findet jedes Jahr Ende Januar/Anfang Februar statt. Gäste aus aller Welt kommen zu dieser Zeit auf die Isla de Pascua, um das Ereignis, das eine einzigartige Mischung aus Folklore und sportlichem Wettkampf bietet, mitzuerleben.